Veranstaltung in Weiden

Morgen geht’s für mich nach Bayern um auf Einladung der GEW etwas über die „Bundeswehr an Schulen“ zu erzählen – über viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine gute Diskussion im Anschluss des Vortrags würde ich mich wie immer sehr freuen!

23. Juli 2014 / 14.30Uhr / „Soldaten im Klassenzimmer – Die Bundeswehr an Schulen“ – Vortrag und Dis­kus­si­on / Schülercafé Scout (Bürgermeister-Prechtl-Straße 48), Weiden in der Oberpfalz / Facebook-Seite zur Veranstaltung

Rezensionen, Interviews und ein Video

Wahnsinn, was gerade passiert! Es gibt drei neue Rezensionen meines „Virtuellen Schlachtfeld“-Buchs, womit die Zahl der Rezensionen auf 12 steigt! Zwölf!
„Das Buch zeigt die eigentlich gefährliche Seite sogenannter Killerspiele“, wird das Thema des Buchs auf verqueert gelobt – siehe hier. In einer weiteren Besprechung findet der von mir sehr geschätzte Buch-Autor Peter Bürger, der mit seinen Büchern über Militainment quasi den Grundstein zu meiner Arbeit über Militär und Medien gelegt hat, sehr positive Worte für das Buch:

„Michael Schulze von Glaßer erschließt als freier Autor einen imponierenden Querschnitt durch das schier unübersehbare Sortiment der Videospiele mit Militärbezügen und zeigt mit seinem Ansatz, dass Alternativen zum Rezensions-Quark der neoliberalistischen Ära und zum „medienpädagogischen“ Formalismus des letzten Jahrzehnts möglich sind. Eine Empfehlung sei vorab ausgesprochen. Wer sich als Spieler, Medienforscher, Pädagoge oder Pazifist mit dem Krieg an Spielkonsole oder PC-Bildschirm kritisch auseinandersetzen möchte, sollte dieses Buch zur Hand nehmen und lesen.“

Bürgers Rezension kann hier nachgelesen werden. Und auch in der letzten Rezension, diesmal von David Redelberger, kommt das Buch sehr gut weg:

„Wir sollen an Kriege gewöhnt werden. Zunehmend werden Auslandseinsätze der Bundeswehr beschlossen. Das Buch zeigt, wie diese Gewöhnung am Bildschirm stattfindet. […] Der Themenkomplex Militär-Rüstung-Videospiel braucht mehr kritische Aufmerksamkeit und dieses Buch ist ein sehr lesenswerter Einstieg.“

Die Rezension kann hier abgerufen werden. Dazu passend gibt es auch noch ein Interview.
Sowieso war ich in den letzten Wochen öfters Ansprechpartner für Medien, die über Militär-Videospiele berichten wollten. So wurde ich für einen Beitrag über Waffen-Lizenzen in Videospielen bei DRadio Wissen interviewt – hier nachzuhören. Auch der Radiosender EinsLive hat mich zu diesem Thema kürzlich befragt – hier zu hören.
Und dann war da noch ein Video von Thomas Goik vom Gaming-Magazin „Giga“ unter dem Titel „YouTube: Gaming-Kanäle, die ihr kennen solltet“. Gleich in der ersten Folge seines neuen Videoformats hat er meinen YouTube-Kanal „Games and Politics“ vorgestellt – und die Abo- und Aufrufzahlen sind durch die Decke gegangen. Waren es am 15. Juli noch 700 AbonnentInnen, sind es gerade schon über 2.000 – der Wahnsinn! Und eine tolle Motivation weitere Videos zu machen!

Games’n’Politics – Folge 40 und 41 – Gaming the Great War

Der Erste Weltkrieg jährt sich in diesem Jahr zum einhundertsten Mal. Passend zu diesem Anlass erschien kürzlich das „UbiSoft“-Videospiel „Valiant Hearts: The Great War“. Genug Gründe mal einen näheren Blick auf aktuelle Videospiele mit „Erster Weltkriegs-Setting“ zu werfen.

In „Games and Politics“-Folge 40 stelle ich daher einige Spiele mit „Erster Weltkriegs-Setting“ vor – neben „Valiant Hearts“ auch die Spiele „Verdun“ und „Rise of Flight“. Außerdem geht es in dem Video noch um Zahlen-Wertungen im deutschsprachigen Games-Journalismus. Doch damit nicht genug!

In einer weiteren neuen „Games and Politics“-Folge habe ich den Kulturwissenschaftler und Videopsiel-Buchautor Christian Huberts zu Weltkriegs-Spielen interviewt.

Hier geht’s zur Folge 40!

Und hier zur Folge 41!

WDR-Interview und neue Rezension

Und schon wieder gibt es Neuigkeiten rund um mein Buch: am Montag war ich beim WDR in Köln zu einem Live-Interview über Militär-Videospiele eingeladen. Das Gespräch kann hier nachgehört werden.
Außerdem ist auf der Website des Computermagazins „Chip“ eine Rezension über „Das virtuelle Schlachtfeld“ erschienen. Rezensent Jan Hoppe schreibt:

„Zusammenfassend kann ich sagen, dass das virtuelle Schlachtfeld speziell im deutschschprachigen Raum eine wichtige Veröffentlichung ist. Die zunehmenden Anknüpfungen zwischen Spielen und dem militärisch-industriellen Komplex sind erschreckend und verdienen unbedingt mehr Aufmerksamkeit. Schulze von Glaßer ist es gelungen, hierfür einen äußerst lesenswerten Beitrag zu leisten, welcher für Spieler ebenso wie für Nichtspieler ein Augenöffner sein dürfte.“

Hoppe bewertet das Buch mit fünf von fünf „C“ – die vollständige Rezension samt Bewertung ist hier zu lesen. Ich freue mich, dass das Buch so gut ankommt und das Thema der „Militär-Videospiele“ langsam auch von größeren Medien wahrgenommen wird!

medium-Ausgabe Juni/Juli 2014

Diesmal war die Produktion der neuen Ausgabe der medium besser! Neben Artikeln über Kulturangebote in Kassel wird in dieser Ausgabe ein interessanter Blick hinter die Kulissen der Mensa geworfen.

Außerdem gibt es Artikel über das Tierheim „Wau Mau Insel“, die Proteste gegen Homophobie in Kassel und vieles Weiteres. Es lohnt sich also einen Blick in die neue Ausgabe der Zeitschrift der Studierendenschaft der Universität Kassel zu werfen!

me­di­um Nr. 7 Juni/Juli 2014 – High qua­li­ty (PDF, 24MB)
me­di­um Nr. 7 Juni/Juli 2014 – Low qua­li­ty (PDF, 3MB)

Games’n’Politics – Folge 39 – Lizenzen in Spielen: Wen finanzieren Gamer noch?

In virtuellen Fußball-Spielen sorgen lizensierte Spieler, Vereine und Ligen mit original Namen für mehr Immersion, in Auto-Spielen hindern Lizensierungen hingegen beim „eintauchen“ in die Spiele und bei Militär-Shootern führen Lizensierungen sogar dazu, dass Spieler die Waffenindustrie mitfinanzieren.

Zu dem Thema habe ich kürzlich bereits einen Artikel veröffentlicht, nun gibt es auch ein „Games and Politics“-Video dazu!

Hier geht’s zum Video!

Wie Waffenhersteller von Games profitieren

Artikel aus der WASD Nr. 5 erschienen als Gastbeitrag auf Zeit Online am 16. Juni 2014

Videospielfirmen kaufen Lizenzen von Waffenproduzenten, um deren Produkte abbilden zu dürfen. Spieler müssen davon ausgehen, dass sie die Rüstungsindustrie unterstützen.

Deutschland gegen England. Im „Burg-Stadion“ peitscht das Publikum die Mannschaften nach vorne. Oliver Huber schlägt den Ball weit ab in Richtung des Mittelfeldroutiniers Lothar Maletz. Maletz bringt das Spielgerät unter Kontrolle und spielt dann seine ganze Erfahrung aus: Kurze Körpertäuschung und er ist vorbei an seinem Gegenspieler. Präzisionspass zu Oliver Bilkos, der an der linken Ecke des Strafraums lauert. Bilkos nimmt den Ball an, zwei Schritte und dann – bam! – jagt er das Leder humorlos in den Giebel. Kalt wie eine Hundeschnauze, dieser Bilkos! Torwart David Siyanen kann dem Ball nur hinterherschauen. England null, Deutschland eins.
Bilkos dreht jubelnd ab, doch irgendwas hält mich davon ab, mitzujubeln. Irgendwie kann ich nicht richtig ins Spiel eintauchen, mein Kopf ist voll beschäftigt mit Übersetzungsarbeit: Torschütze Bilkos ist eigentlich Oliver Bierhoff, Oliver Huber ist eigentlich Oliver Kahn, Lothar Maletz ist eigentlich Lothar Matthäus und David Siyanen ist eigentlich der englische Fliegenfänger David Seaman. Ganz schön kompliziert. Schuld daran: fehlende Lizenzen für Spieler, Vereine, Ligen und Stadien bei Pro Evolution Soccer des japanischen Herstellers Konami.

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Zwei weitere Buch-Rezensionen

Thomas Mickan von der Informationsstelle Militarisierung e.V. hat mein Buch gelesen und dazu eine Rezension verfasst – u.a. schreibt er:

„Es gelingt dem Autor mit dem Buch im deutschsprachigen Raum, mindestens aber in der Friedensbewegung ein wichtiges und neues Thema zu besetzen und sowohl für Computerspiel-Laien und auch erfahrene Gamer ein wichtiges Kapitel im Widerstand gegen Krieg und Militär in den analytischen Fokus zu rücken.“

Eine weitere Rezension findet sich in der Monatszeitung „Graswurzelrevolution“ – siehe hier. Auch wenn das Thema des „Virtuellen Schlachtfeld“-Buchs sicherlich sehr speziell ist, zieht es langsam seine Kreise – einzig die größeren Videospiel-Medien haben das Thema bislang leider noch nicht aufgegriffen.

Games’n’Politics – Folge 38 – WatchDogs Story-Review: Überwachung und Sexismus

Das neue Open-World-Spiel „WatchDogs“ von „UbiSoft“ versetzt den Spieler in ein von einem Computernetzwerk gesteuertes Chicago der Gegenwart. Trotzdem wird „Überwachung“ im Spiel nicht grundsätzlich kritisiert. Zudem kommen weibliche Charakter im Spiel sehr schlecht weg – „WatchDogs“ ist sexistisch.

Dazu habe ich gerade ein neues „Games and Politics“-Video (quasi eine Story-Review) veröffentlicht – siehe hier. Außerdem habe ich den „Sexismus in WatchDogs“ auch in einem kurzen Artikel für die Videospiel-Website „VideoGamesTourism“ verarbeitet – siehe hier.

Offensive an der Heimatfront

erschienen auf der Website der Wochenzeitung „der Freitag“ (www.freitag.de) am 2. Juni 2014

- Die Bundeswehr soll attraktiver werden. Dass der Armee die Fachkräfte fehlen, lässt sich aber mit Flachbildfernsehern nicht ändern. Das Problem sind die Auslandseinsätze -

Ursula von der Leyen ist momentan voller Tatendrang. Die Verteidigungsministerin will den Dienst in der Bundeswehr attraktiver machen: weniger Umzüge für die Soldaten, mehr Kindertagesstätten in Kasernen, Flachbildfernseher und Kühlschränke auf den Stuben. Dabei geht es bei der Rekrutierungsoffensive um eine viel größere Frage: Was für eine Sicherheitspolitik wollen wir?
Die Bundeswehr hat ein Problem. Ihr fehlen Soldaten. Besonders der Fachkräftemangel trifft die Armee hart. So fehlen der Bundeswehr beispielsweise Sanitätsoffiziere – trotz finanzieller Zulagen in den letzten Jahren sind 500 Stellen vakant. Der Soldaten-Mangel beruht nicht nur, aber vor allem auf den abschreckenden Auslandseinsätzen der Bundeswehr. So werden Bundeswehr-Mediziner aktuell besonders für die gefährliche Mission in Afghanistan benötigt – es gibt keine Patrouille ohne Sanitäter.

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