Atommüll auf Weg nach Rußland

erschienen in der Tageszeitung jungeWelt (www.jungewelt.de) am 11.April 2008

Waggons mit abgereichertem Uran rollten durch Münsters Bahnhof. Proteste der Antiatombewegung sollen besser koordiniert werden

Man schmeckt und riecht es nicht. Nur kleine Schildchen mit dem Aufdruck »radioaktiv« an den dunkelroten und braunen Güterwaggons ließen die Fracht des langen Zuges erahnen, der am Mittwoch abend durch den Münsteraner Hauptbahnhof rollte. Es handelte sich um rund 1 000 Tonnen abgereichertes Uran, sogenanntes Uranhexafluorid, aus Gronau. Die Urananreicherungsanlage an der deutsch-niederländischen Grenze wird von der Firma Urenco betrieben, die in diesem Jahr bereits die dritte Ladung gen Rußland schickte.

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