E.on wäscht sich grün

erschienen in der Tageszeitung jungeWelt (www.jungewelt.de) am 3.Mai 2008

»Etikettenschwindel« bei Kohle und Atom: Umweltschützer protestieren auf Hauptversammlung von Deutschlands größtem Energiekonzern

Der in 30 Ländern tätige multinationale Energiegigant E.on fuhr im Jahr 2007 einen Gewinn von 9,2 Milliarden Euro ein – knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum verlor der Konzern 400000 Kunden. Jetzt stellte die Menschenrechts- und Umweltorganisation urgewald einen alternativen Geschäftsbericht auf der Aktionärsversammlung des umstrittenen Konzerns vor.

e.on Hauptversammlung 2008

In der Werbung stellt sich der Energiekonzern e.on am liebsten als Klimaschützer und sauberer Energielieferant dar und wirbt mit seinem Gezeitenkraftwerk. Anläßlich der Hauptversammlung des Unternehmens am Mittwoch hatten sich Umweltschützer vor dem Tagungsort – der Essener Grugahalle – versammelt, um über die Machenschaften von Deutschlands größten Energiekonzern aufzuklären. »Unser Schattenbericht zeigt, daß das Herzstück der E.on-Geschäfte nach wie vor dreckige Energie und dreister Machtmißbrauch ist. 37 Prozent des E.on-Stroms kommt aus Kohlekraftwerken und fast 50 Prozent aus Atomkraftwerken (AKW), die Berge radioaktiven Mülls hinterlassen«, erklärte Heffa Schücking von urgewald. Der Anteil der erneuerbaren Energien liegt bei elf Prozent.

weiterlesen