Uranmunition: Weltweit im Einsatz

erschienen auf “Nachrichten heute” (www.nachrichtenheute.ch)

BBC-online berichtete Ende April von einer erhöhten Krankheitsrate bei Kindern in Afghanistan. Die signifikante Zunahme von Frühgeburten und Missbildungen führen afghanische Ärzte auf den Einsatz von Depleted Uranium (DU) Munition in Granaten und anderen militärischen Geschossen zurück. Die wahrscheinlichen Verursacher – vornehmlich die US-Armee und die anderen am Hindukusch stationierten Armeen – und die befreundete afghanische Regierung, weisen den Vorwurf zurück. Dabei scheinen die Fakten eindeutig.

Was ist Uranmunition?
DU-Munition besteht zu einem Teil aus dem hochgiftigen Schwermetall Uran, das radioaktiv ist. Schon die Nationalsozialisten versuchten sich im Bau von Uran-Munition. Der Vorteil: die hohe Dichte des Urans zerschlägt die meisten Panzerungen. So wird Uran ausnahmslos in der Spitze von Panzer- und Bunkerbrechender Munition eingesetzt. Verwendeten die Nationalsozialisten allerdings noch Natururan in ihrer Munition – die es übrigens nie zu voller Reife schaffte – wird in heutiger DU-Munition abgereichertes Uran verwendet, was auch der Namensgeber der Munition ist. Abgereichertes Uran – so genanntes Uranhexafluorid (UF6) oder Depleted Uranium (DU) – ist ein Abfallprodukt aus der Urananreicherung, die nötig ist um Uran in Atombomben und Kraftwerken spalten zu können.

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