Die Misere bleibt

erschienen im Semesterspiegel (SSP) 377 der Uni Münster (www.semesterspiegel.de)

Wasser auf die Mühlen des Senats: der Boykott von Studiengebühren an der Uni Münster ist zum wiederholten Mal kläglich gescheitert. Am 5. Juni 2008 beschloss die studentische Vollversammlung der Uni Münster – motiviert vom Beschluss des hessischen Landesparlaments, die Studiengebühren im eigenen Bundesland abzuschaffen – mit breiter Mehrheit einen erneuten Boykottversuch von Studiengebühren in Münster. 1.580 Studierende beteiligten sich am Boykott – 7.500 hätten es sein müssen. Ein Erklärungsversuch.

Haben die Studierenden schon den Kopf in den Sand gesteckt? Diese Frage stellten sich viele Boykott-Befürworter nach dem Scheitern des Studiengebührenboykotts. Eins ist jedoch klar: Es gab nicht den einen großen Grund der zum Scheitern des Boykotts geführt hat, sondern eine Vielzahl von ausschlaggebenden Gründen: Im Anschluss an die Entscheidung der Vollversammlung entstand ein Boykottplenum. Die Zeit eilte – in nicht einmal zwei Monaten musste der Boykott gelingen. Das Plenum klagte allerdings von Beginn an über zu wenig aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer, mangelndes Engagement der Studierenden und der Hochschulgruppen. Dies war wohl auch der Grund, weshalb viele der schön gestalteten und teuer gedruckten Boykott-Materialien im AStA-Häuschen liegen blieben und noch immer da liegen.

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