Armee mit Nachwuchsproblem

erschienen in utopia (www.jugendzeitung.net) nummer 9 (März/April 2009)

Die Bundeswehr braucht für ihre weltweiten Militärinterventionen neue Soldatinnnen und Soldaten – die olivgrünen AnwerberInnen haben dabei vor allem Jugendliche und Kinder im Visier.

Die deutsche Armee muss jährlich etwa 20.000 neuen Rekrutinnen und Rekruten gewinnen um ihren „Bedarf“ an Nachwuchs zu decken – besonders an gut ausgebildeten AkademikerInnen fehlt es der Bundeswehr schon heute. Dieses Problem wird sich in Zukunft weiter verschärfen: Teile der Regierung wollen die Armee auch im Inland einsetzen und auch für die immer umfangreicheren Militäreinsätze im Ausland braucht die Bundeswehr neue SoldatInnen. Bei vielen jungen Menschen ist das Militär jedoch unbeliebt. Zur Bundeswehr zu gehen heißt, Befehlen gehorchen zu müssen und in gefährlichen, umstrittenen und oftmals nicht von der deutschen Bevölkerung befürworteten Militäreinsätzen das eigene Leben zu riskieren. Die Wirtschaft zum Beispiel bietet weitaus weniger riskante Berufe, die meist sogar besser bezahlt sind. Der fehlenden Beliebtheit begegnet die Bundeswehr mit unzähligen und immer aufwändigeren Rekrutierungsmaßnahmen: Offiziere besuchen Schulklassen; die Bundeswehr führt mehrtägige Jugendsportfeste durch; Werbe-Trucks der Armee bereisen das Land. Über 600 Rekrutierungsveranstaltungen führte die Bundeswehr im letzten Jahr durch.

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1 Antwort auf „Armee mit Nachwuchsproblem“


  1. 1 Tyler Durden 09. März 2009 um 22:43 Uhr

    Wie ich gehört habe, benötigt man mittlerweile nichteinmal mehr den Hauptschulabschluß, um sich bei der Bundeswehr verpflichten zu können…

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