Emanzipierte Gebärmaschinen?

aus der Graswurzelrevolution (GWR) 341 / September 2009

- Der Streit um einen „völkischen Feminismus“ in der extremen Rechten -

„Tränen trocknen, das Herz weint weiter – Bund Volkstreuer Mädel Westhavelland“, war die Aufschrift des Blumenkranzes, den zwei rechtsextreme Aktivistinnen am Vormittag des 17. April 2009 im havelländischen Rathenow zum Gedenken an den alliierten Luftangriff vom 18. April 1944 an einer Gedenkstätte niederlegten. Am 1. Mai 2009 marschierten weibliche Neonazis mit einem „Deutschland ist auch Frauensache“-Transparent durch Dresden. Neonazismus ist keine reine Männersache. Die Anzahl rechtsextremer Frauen wächst.
Seit Jahren tobt ein Streit um das Frauenbild in der extremen Rechten. Ein Vergleich.

Frauen im Nationalsozialismus
Im Nationalsozialismus kam die Frau vor allem für die „Familie“ auf – die sprichwörtliche „Frau am Herd“ wurde propagiert. Im wichtigsten publizistischen Organ der NSDAP, dem „Völkischen Beobachter“, widmete sich die Seite „Die deutsche Frau“ mit dem, was eine Frau nach nationalsozialistischen Ansichten zu tun hat. In ihrem Buch „Die deutsche Frau: Küchenmagd, Zuchtsau, Leibeigene im III. Reich, Geschichte oder Gegenwart? Analysiert anhand der Seite für ‚Die deutsche Frau’ Aus dem ‚Völkischen Beobachter’, Jahrgang 1938“ beschäftigt sich Christina Burghardts mit dem NS-Frauenbild:

„Der Nationalsozialismus hat die kinderreiche Mutter glorifiziert, dem Ewig-Weiblichen gehuldigt und die Frau im Dienen und Aufopfern für Ehemann, Familie und Volk bestärkt und ihr dafür Anerkennung und Beifall gezollt.“

Emanzipierte Gebärmaschinen? (GWR 341) – Teil 1

Emanzipierte Gebärmaschinen? (GWR 341) – Teil 2