»Massive Einschränkung der Mitbestimmung an den Unis«

erschienen in der Tageszeitung jungeWelt (www.jungewelt.de) am 23. Januar 2010

In Kassel findet an diesem Wochenende ein hessenweiter Bildungskongreß statt. Neues Hochschulgesetz im Mittelpunkt. Gespräch mit Robert Hofmann

Robert Hofmann ist aktiv im Arbeitskreis »Kritische Universität Kassel«, die die Veranstaltung organisiert hat

An diesem Wochenende findet im nordhessischen Kassel an der Universität ein landesweiter Bildungskongreß statt. Was ist der Anlaß?

Der »heiße Herbst« mit den Bildungsstreiks und Demonstrationen im ganzen Land liegt hinter uns. Die Aktiven an den Hochschulen bereiten sich jetzt auf die nächste Phase der Bildungsproteste vor. Die bundesweite Konferenz von Studierenden am 18. Dezember 2009 in Potsdam hat das bestätigt.

Für uns in Hessen kommt hinzu, daß am 1. Januar ein neues Hochschulgesetz in Kraft getreten ist. Das Regelwerk bringt massive Einschränkungen der demokratischen Mitbestimmung an den Universitäten und eine fortschreitende Ökonomisierung der Bildung mit sich. Es gibt also genug Themen, über die wir uns verständigen müssen.

Worum wird es konkret gehen?

Wir werden verschiedene Themenblöcke anbieten, beispielsweise zum Bologna-Prozeß, zum neuen Hochschulgesetz und zur neoliberalen Umstrukturierung der Universitäten. Einen großen Raum wird zudem die Auswertung der Proteste spielen. Und die Frage, wie es nun weitergeht.

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