Zwischenfall in Urananlage Gronau

erschienen in der Tageszeitung Neues Deutschland (www.neues-deutschland.de) am 23. Januar 2010

- Arbeiter mit Uranhexafluorid kontaminiert -

Bei einem Störfall in der Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau wurde am Donnerstag ein Mitarbeiter kontaminiert. Wie am Freitag bekannt wurde, trat bei einer Behältervorbereitung aus ungeklärten Gründen der in der Anlage verarbeitete radioaktive Stoff Uranhexafluorid aus. Ein als »leer und gewaschen« angelieferter Behälter sollte einer Druckprüfung unterzogen werden. Ein Mitarbeiter wurde bei dem Vorfall kontaminiert und erlitt einen Schock. Nach der Einlieferung in ein Gronauer Krankenhaus wurde er vorsorglich in die Universitätsklinik Münster gebracht. Mittlerweile soll sich der Mann auf dem Weg der Besserung befinden.

Laut der Urenco Deutschland GmbH, der Betreiberfirma der 1985 in Betrieb genommenen Anlage, konnte die Freisetzung der Radioaktivität nach außen durch Filteranlagen verhindert werden. Für Anwohner soll keine Gefahr bestanden haben, so eine Sprecherin. Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium wurde informiert. Ein TÜV-Gutachter soll den Vorfall untersuchen.

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