Schüler im Schießsimulator

erschienen in der Tageszeitung jungeWelt (www.jungewelt.de) am 24. März 2010

- Protest gegen Bundeswehrpräsenz auf Azubimesse in München. Neue Fehlleistung der Truppe bei Kiel -

Mitglieder der DKP-Jugendorganisation SDAJ haben am Wochenende gegen die massive Präsenz der Bundeswehr auf einer Berufsbildungsmesse in München protestiert. Etwa 20 Aktivisten wandten sich mit Transparenten gegen den Einsatz in Afghanistan und die Selbstdarstellung der Truppe als »normaler Arbeitgeber«. Sicherheitskräfte und Polizisten drängten die Demonstranten jedoch umgehend aus den Ausstellungsräumen und erteilten Hausverbote, weshalb die Jugendlichen die Plakate vor dem Messegelände zeigten. Die Aktion war Teil einer bundesweiten Kampagne der SDAJ gegen die Präsenz des Militärs auf Berufsbildungsmessen, Schulhöfen und in Klassenzimmern.

Unterdessen hat die Bundeswehr in Schleswig-Holstein am 8. März erneut 50 Schüler auf ein Militärgelände eingeladen und wieder mit Hilfe eines Schießsimulators die Werbetrommel gerührt: »Das ist ja noch viel toller als jedes Ballerspiel am PC«, wurde kürzlich ein junger Teilnehmer in den Kieler Nachrichten zitiert.

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Nachtrag: Es kommt in dem Artikel so rüber, als hätten an der Aktion in München ausschließlich Mitglieder der SDAJ teilgenommen. Dies stimmt nicht. Die Aktion wurde von einem Bündnis aus mehreren friedensbewegten Gruppen organisiert und durchgeführt. Ich bitte den Fehler zu entschuldigen.