KettenreAktion: Tag der Anti-Atom-Bewegung

erschienen im Online-Magazin „Wir Klimaretter“ (www.wir-klimaretter.de) am 24. April 2010; zusammen mit Felix Werdermann

Jongleure, Sambagruppen, Fahnen, Gartenstühle: Die 120 Kilometer lange Menschenkette gegen Atomkraft bietet ein buntes Bild. 120.000 Umweltschützer sind dabei, die Strecke ist weitgehend geschlossen. Auch in Ahaus und Biblis demonstrieren Tausende Atomkraftgegner. Die Parteien kämpfen in der Bewegung noch mit Akzeptanzproblemen.

Es ist bereits eine Art Mini-Demo, die sich morgens in Berlin trifft. Hunderte Atomkraftgegner warten auf dem Bürgersteig auf ihre Busse, Fahrradfahrer versuchen vergebens, sich den Weg freizuklingeln. Um 10 Uhr – mit einer Stunde Verspätung – starten die 25 Sonderbusse nach Elmshorn, ein Orte an der Strecke. Das Verkehrskonzept zur Menschenkette sieht vor, dass jede Region in Deutschland zu einem bestimmten Streckenabschnitt mobilisiert. Berlin beispielsweise fährt nach Elmshorn.
Auch der Sonderzug aus Berlin fährt in die 50.000-Einwohner-Stadt nördlich von Hamburg. Rund 600 Umweltschützer sind an Bord – die Passagiere sind meist etwas älter als die Busreisenden. Das Zugticket kostet 40 Euro – mehr als doppelt so viel wie die Busfahrt.
In Elmshorn wartet auf die Berliner Umweltschützer ein buntes Bild: Menschen jonglieren mit Keulen, schwenken „Atomkraft Nein Danke“-Fahnen und winken den ankommenden Bussen zu. Eine Sambagruppe trommelt und ruft dazu: „Hierbei gibt es nichts zu flicken, AKWs in Rente schicken!“ Jugendliche liegen auf dem Bürgersteig, als würden sie eine Blockade proben, Anwohner haben ihre Gartenstühle an die Straße gestellt und sonnen sich.

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Eine Fotostrecke vom Protest findet sich hier.


1 Antwort auf „KettenreAktion: Tag der Anti-Atom-Bewegung“


  1. 1 Georg 10. Mai 2010 um 17:58 Uhr

    Ein Film vom Lüneburger Abschnitt der Menschenkette (rund um Geesthacht) ist zu sehen auf:

    http://www.falken-nordniedersachsen.de/?p=781

    Grüße
    vom Georg

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