Militarisierung schreitet voran

erschienen in der Tageszeitung Neues Deutschland (www.neues-deutschland.de) am 31. Mai 2010

- Kritik an Bundeswehr auf Hessentag -

Auf dem Hessentag sind sowohl die werbende Bundeswehr als auch Antimilitaristen präsent. Die Friedensaktivisten wenden sich gegen die geplante Kooperationsvereinbarung zwischen dem hessischen Kultusministerium und der Bundeswehr.
Sie hatten wohl damit gerechnet. Mehrere Polizisten und Feldjäger patrouillierten am Samstag vor dem Stand der Bundeswehr auf dem diesjährigen Hessentag. Eine antimilitaristische Aktion konnten sie dennoch nicht verhindern. Mit einem Transparent postierten sich einige Friedensaktivisten vor dem »KarriereTreff« der Bundeswehr, Sattelschlepper und Zelte, in denen die Armee versucht Nachwuchs zu rekrutieren. »Es geht darum ein Zeichen gegen Militarisierung zu setzen«, erklärte ein Aktivist.
Auf dem bis zum 6. Juni dauernden Hessentag in Stadtallendorf nahe Marburg ist die Bundeswehr gleich an zwei Standorten vertreten. Auf dem »Platz der Bundeswehr« im Zentrum der 21 000 Einwohner zählenden Stadt wirbt sie mit bunten Werbeständen. Am Stadtrand sollen Panzer und anderes militärisches Großgerät die Menschen zur Armee locken. Auf Flugblättern forderten die Friedensaktivsten ein Ende des Afghanistan-Einsatzes. In Sprechchören verlangten sie ein Ende der Bundeswehr-Einsätze an Schulen. Diese werden in Zukunft wohl noch zunehmen

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