Spiel, Spaß, Spannung: Die Bundeswehr im Internet

erschienen in der Tageszeitung jungeWelt (www.jungewelt.de) am 08. Oktober 2010

Web-2.0-Internetdienste wie Facebook, Twitter, Flickr, YouTube und Co. werden immer populärer. Gerade junge Leute tummeln sich in den Social-Media-Netzwerken. Im Sommer 2010 waren 2.0-Internetdienste daher Thema eines mehrtägigen Symposiums der »Akademie für Information und Kommunikation« (AIK) der Bundeswehr in Strausberg bei Berlin. Zahlreiche Experten von zivilen Medien und Internetdiensten erklärten den Militärs, wie sich heutzutage im Internet werben läßt – sowohl um neue Rekruten als auch für ein besseres Image.
Nach dem Symposium startete die Bundeswehr ihren eigenen YouTube-Premium-Kanal. Mit den Kurzfilmen »wird den Bürgerinnen und Bürgern ›aus erster Hand‹ ein umfassendes, realistisches und vor allem transparentes Bild über den Alltag der Bundeswehr ermöglicht«, verspricht die Truppe. »Die Einsatzwirklichkeit« der deutschen Soldaten bilde dabei einen besonderen Schwerpunkt. So sind auch Videos des Kriegseinsatzes in Afghanistan zu finden – natürlich aber keine, die die Bundeswehr negativ dastehen lassen. Pikant: Der YouTube-Kanal der Armee wird vom Fernsehsender BundeswehrTV (BwTV) gemanagt. Zahlreiche online verfügbare Videos wurden von diesem erstellt. Dabei ist Regierungsfernsehen in Deutschland verboten – weshalb BwTV auch nur in Kasernen der Bundeswehr über spezielle Empfangsgeräte gesehen werden kann.

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