Widerstand gegen Militärpropaganda

aus der Graswurzelrevolution (GWR) 356 / Februar 2011

- Friedenserziehung statt „Wehr“kunde -

Die Bundeswehr drängt seit einigen Jahren vermehrt in Schulen, um schon junge Leute vom angeblichen Sinn weltweiter Militärmissionen zu überzeugen und sie für den Dienst an der Waffe zu werben. Doch der Widerstand gegen die Militärpropagandisten wächst.

„Ich freue mich sehr, dass wir die gute Zusammenarbeit unserer Schulen mit den Jugendoffizieren durch diese Kooperationsvereinbarungen stärken.“ Mit diesen Worten feierte die damalige NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU) im Oktober 2008 die vertragliche Regelung von Einsätzen der Bundeswehr in den Schulen des Bundeslands – ein Präzedenzfall und Dammbruch. Es folgten Verträge im Saarland (März 2009), in Baden-Württemberg (Dezember 2009), Rheinland-Pfalz (Februar 2010), Bayern (Juni 2010), Mecklenburg-Vorpommern (Juli 2010), Hessen (November 2010) und Sachsen (Dezember 2010). Die Kooperationsabkommen vereinfachen den rhetorisch geschulten Jugendoffizieren den Zugang in Schulen, ermöglichen es der Armee sich in Fachmedien für PädagogInnen als „Sicherheitspolitik“-Referenten anzubieten und sehen bereits die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften durch die Bundeswehr vor. Schon in der Schule soll den jungen BürgerInnen Kriegführung als normales Mittel der Politik verkauft werden. Die Bundeswehr versucht durch die Werbeveranstaltungen ihr Nachwuchsproblem zu lösen.

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