Die Groß-Koreanische Republik vernichtet die USA

erschienen am 7. März 2011 bei Telepolis (www.telepolis.de)

- Das am 15. März erscheinende Videospiel „Homefront“ ist politisch brisant -

„Die Besetzung dauert nun schon 2 Jahre. Die Straßen sind getränkt mit dem Blut unseres Volkes. Die Zeit zum kämpfen ist gekommen.“ Schon der Trailer des First-Person-Shooter-Videospiels Homefront verspricht Spannung. Der US-amerikanische Spiele-Entwickler KAOS-Studios zeichnet in dem Spiel ein dystopisches Zukunfts-Szenario, dessen Ursprung aber in der heutigen Zeit liegt. Das halb-fiktionale Szenario birgt dabei politische Brisanz – darf oder sollte in einem First-Person-Shooter auf aktuelle politische Spannungen zurückgegriffen werden?

Spielerisch wird das in diesen Tagen erscheinende Videospiel „Homefront“ wenig Neues bieten. Wie so oft werden massenweise Gegner mit einer großen Auswahl von Waffen vernichtet werden müssen. Interessanter ist die Story hinter dem Spiel. Der US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent John Milius, der unter anderem als Co-Autor beim Film „Apocalypse Now“ (1979) fungierte, lieferte die Geschichte, auf der „Homefront“ basiert.
Auch einige CIA-Berater, die sich mit möglichen Angriffen auf die USA befassten, arbeiteten an der Hintergrundgeschichte mit. Dabei wurde eine auf der Realität aufgebaute spekulativ-fiktionalen Welt der nahen Zukunft geschaffen: „Der Torpedo, der die Cheonan versenkte und 46 südkoreanischen Matrosen das Leben nahm, wurde von einem nordkoreanischen U-Boot abgfeuert“, erklärte die US-Außenministerin Hillary Clinton 2010 auf einer Pressekonferenz. Mit diesem realen Videoausschnitt beginnt die Erzählung in „Homefront“. Danach fängt die Fiktion an.

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