Archiv für April 2011

Reden auf dem Ostermarsch 2011

Am Wochenende finden – wie jedes Jahr – bundesweit Ostermärsche für Frieden statt. Erstmals wurde ich in diesem Jahr gebeten dazu Reden zu halten – jeweils über das Thema „Bundeswehr an Schulen“: Am Samstag (23. April) spreche ich am späten Nachmittag auf dem Friedenston-Festival in Gelsenkirchen. Am 24. April werde ich im Rahmen des „Ostermarsch Rhein-Ruhr“ ebenfalls in Gelsenkirchen über die Militarisierung des Schulunterrichts reden (Flyer zur Veranstaltung). Die letzte Station für mich ist am Ostermontag Kassel – dort werde ich um etwa 12 Uhr auf der Abschlusskundgebung vor dem Rathaus sprechen. Über zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer würde ich mich sehr freuen, auch wenn mich das wohl noch nervöser macht – ich gebe mein Bestes ;-)

Mädels ans Maschinengewehr

erschienen am 14. April 2011 bei Telepolis (www.telepolis.de)

- Die Bundeswehr führt nach Ende der Wehrpflicht einen verzweifelten Kampf um neuen Nachwuchs – der Mädchenzukunft „Girls‘ Day“ kommt da gelegen -

Heute ist es wieder so weit: junge Mädchen besuchen Betriebe und Unternehmen um Einblicke in „klassische Männer-Berufe“ zu bekommen. Organisiert wird der seit 2001 durchgeführte Mädchen-Zukunftstag Girls‘ Day vom „Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.“, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie des Europäischen Sozialfonds und der Europäischen Union finanziert wird. Aktionspartner sind unter anderem die Bundesagentur für Arbeit, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Einer der größten Nutznießer des „Girls‘ Day“ ist aber die um Nachwuchs ringende deutsche Armee.

Wo es für die Werber der Bundeswehr immer schwerer wird, neuen Nachwuchs zu finden, geraten besonders bisher in der Armee unterrepräsentierte Gruppen ins Visier: Neben Menschen ohne deutschen Pass will die Bundeswehr daher in Zukunft besonders auch Frauen für den Dienst an der Waffe gewinnen. Seit mindestens 2003 nimmt die Bundeswehr am jährlichen „Girls‘ Day“ teil – mittlerweile ist die Armee einer der größten Veranstalter bei dem Event. Über 6.300 Mädchen nahmen etwa beim Mädchen-Zukunftstag 2010 an bundesweit rund 190 Veranstaltungen der Bundeswehr teil.
Auch in diesem Jahr werden die Streitkräfte im ähnlichen Maße aktiv sein. Um einem Konflikt mit den Eltern der jungen Schülerinnen zuvor zu kommen, hat sich die Bundeswehr schon vor Jahren die Selbstverpflichtung auferlegt, nur Mädchen der 9. und 10. Jahrgangsstufe – also ab einem Alter von mindestens 14 Jahren – zu ihren Veranstaltungen zuzulassen. Wie viel diese Selbstverpflichtung allerdings wert ist, dokumentiert die Bundeswehr höchstselbst: 2006 besuchten Mädchen im Alter von 11 bis 15 Jahren die Gebirgsjägerbrigade 23. Die Marineschule Mürwik besuchten ein Jahr später 43 Mädchen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren. Im Rahmen des „Girls‘ Day 2008″ beim Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ im niedersächsischen Nordholz waren Schülerinnen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren anwesend.

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Vortrag in Neumünster und zwei neue Rezensionen

Die Bundeswehr ringt weiter um Nachwuchs und der Informationsbedarf über die zweifelhaften Werbemethoden der Armee ist groß. Mein nächster Vortrag (+ Diskussion) zum Thema „Bundeswehr an Schulen“ findet in Neumünster statt (siehe unten).
Ganz aktuell ist eine neue Rezension von „An der Heimatfront“ in der ZivilCourage, der Verbandszeitung der Deutschen Friedensgesellschaft erschienen – siehe hier. Außerdem gibt es hier eine erste Rezension beim Online-Versandhaus Amazon – fünf von fünf Sternen!

9. April 2011, 14:30 Uhr – Neumünster, DGB-Haus (Carlstraße 7) – Flyer