Militainment.info

Die Image- und Rekrutierungsarbeit der Bundeswehr an Schulen ist ein spannendes und – sicher auch aufgrund der aktuellen Wehrreform – sehr nachgefragtes Thema. Ich habe bereits viel darüber geschrieben, viele Vorträge dazu gehalten und werde mich auch in Zukunft weiter mit „Soldaten im Klassenzimmer“ beschäftigen. Dennoch gibt es auch andere spannende Bereiche militärischer Öffentlichkeitsarbeit: zum Beispiel „Militainment“, ein aus den Wörtern „Militär“ und „Entertainment“ zusammengesetzter Begriff.
Kriegsfilme und militärische Videospiele gehören heute zur Massenkultur und führen zu einer Banalisierung des Militärischen im Zivilen. Die mit Abstand meisten in Deutschland veröffentlichten Militainment-Produktionen kommen – wie nicht anders zu erwarten – aus den USA. Doch auch die Bundeswehr ist zunehmend Akteur in Unterhaltungsproduktionen und unterstützt beispielsweise immer mehr Filmproduktionen. Seit Anfang Mai werfe ich auf der Website www.militainment.info einen kritischen Blick auf die Darstellung des Militärs in Kino, Fernsehen und Videospiel.

Jeden Mittwoch soll es auf der Seite einen neuen Beitrag – einen Artikel, ein Interview oder eine Rezension – geben. Zudem soll es zwischendurch auch Hinweise auf andere interessante Texte, Videos, etc. zum Thema geben. Im Kommentar-Bereich der Texte ist Platz für Diskussionen – über die bisher erschienenen zwei Artikel wird bereits kontrovers diskutiert (hier und hier).
Wie sich Militainment.info entwickeln wird – bisher mache ich das Projekt allein –, wird die Zeit zeigen. Momentan bin ich aber sehr motiviert ;-)