ZDF übertrug Soldatengottesdienst

erschienen am 18. Mai 2011 auf Militainment.info (www.militainment.info)

Der Luftwaffen-Airbus hätte nicht besser ins Licht gerückt werden können: Aus der Abflughalle der Luftwaffen-Flugbereitschaft am Militärflughafen Köln-Wahn übertrug das ZDF am Sonntag einen evangelischen Gottesdienst (hier in der ZDF-Mediathek zum Nachgucken). Unter der Überschrift „Freiheit – am Hindukusch verteidigt?“ warb die Kirche für Solidarität mit deutschen Soldaten.

Entscheidend beim medial inszenierten Gottesdienst am vergangenen Sonntagmorgen: der Bundeswehr-Einsatz am Hindukusch wurde – und das ist spätestens nach Margot Käßmanns Amtsniederlegung die offizielle Linie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) – nicht generell in Frage gestellt. Zwar benannte Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der EKD, den Afghanistan-Einsatz als „Krieg“ und sprach auch davon, dass die Kirche den Einsatz nicht „in allen seinen Punkten gutheißt“, dennoch erging an den ebenfalls beim Gottesdienst anwesenden Verteidigungsminister Thomas de Maizière keine Forderung auf Abzug der deutschen Truppen. Stattdessen warb Schneider um Solidarität für die deutschen Soldaten: „Es ist wichtig, dass die Menschen, die unser Land in einen solchen Einsatz schickt, nicht allein gelassen werden“, so der Geistliche in seiner Predigt. Weiter sagte er: „Es ist wichtig, dass wir als Kirche und Gesellschaft die wahrnehmen, die aus dem Einsatz zurückkehren“. Insbesondere verwundete und traumatisierte Soldaten müssten von der Gesellschaft aufgefangen werden. Zudem sei es wichtig, für die deutschen Soldaten in Afghanistan zu beten.

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