Propagandafeldzug im World-Wide-Web

erschienen am 14. Juni 2011 bei Telepolis (www.telepolis.de)

- Bisher ist die Bundeswehr im Web wenig aktiv. Das will sie in Zukunft ändern und macht sich fit, um im Internet neuen Nachwuchs und Zustimmung für ihre Auslandseinsätze zu gewinnen -

„Behördenkommunikation digital gestalten – Optimierung von Inhalten, Strukturen und Anwendungen“, unter diesem sperrigen Titel lädt die Bundeswehr vom 20. Bis 22. Juni 2011 in ihre Akademie für Information und Kommunikation (AIK) nach Strausberg bei Berlin ein. Gemeinsam mit Kommunikationsexperten aus Wissenschaft und Wirtschaft will die Bundeswehr sich für die digitale Welt herausputzen. Auf der Veranstaltung in Strausberg wird es Vorträge zu „Online Kommunikation – Ausblick auf aktuelle Trends und Entwicklungen“ und die „Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung“ geben.
Der bekannte Netzpolitik-Blogger Markus Beckedahl wird in seinem Vortrag bei der Bundeswehr den Fragen „Was wollen die Bürger? – Was will die digitale Gesellschaft von den Behörden?“ nachgehen. Und mit Blick auf die arabischen Revolutionen wird eine Podiumsdiskussion zum Thema „Facebook und Twitter: Instrumente für gesellschaftliche Revolution“ den Abschluss der Veranstaltung bilden. Außerdem wird es bei dem auch „Govermedia“ genannten Kongress des Militärs Workshops unter anderem zu „Krisenkommunikation im Netz “, „Erfolgreiche Kampagnen im digitalen Netz“, „Strategischer Einsatz in der Behördenkommunikation“ und „Technologien für einen erfolgreichen Onlineauftritt“ geben. „Die Frage ist heute nicht mehr ‚ob‘, sondern ‚wie‘ Behörden die Möglichkeiten des Internets nutzen“, so Dr. Gottfried Linn von der AIK. Auf dem Weg aus den „digitalen Kinderschuhen“ wolle man sich über aktuelle Trends und Entwicklungen, aber auch über mögliche Schwierigkeiten und Hindernisse in der digitalen Welt austauschen.

weiterlesen