Gewerkschaften im Krieg

erschienen in der Direkten Aktion (www.direkteaktion.org) Nr. 208 – November/Dezember 2011

200 Kampfpanzer nach Saudi-Arabien, Mercedes-Panzertransporter nach Libyen und U-Boote nach Israel – deutsche Waffen sind ein weltweiter Verkaufsschlager. Die deutsche Rüstungsbranche kann sich seit 2005 rühmen, die Bundesrepublik hinter den USA und Russland auf Platz drei der waffenexportierenden Länder gebracht zu haben. Sogar ganze Waffenfabriken werden exportiert. Gleichzeitig streitet Deutschland für einen dauerhaften Sitz im Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen. Mit einem Sitz in diesem Gremium könnte auch Deutschland neue militärische Konflikte beeinflussen. Die Rüstungsindustrie und Wirtschaftsliberale reiben sich bereits die Hände. Und sie sind nicht allein: Auch die IG Metall freut sich.

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1 Antwort auf „Gewerkschaften im Krieg“


  1. 1 Joachim Schramm 18. Januar 2012 um 10:56 Uhr

    Hallo Michael,
    Deine Kritik an der offiziellen Gewerkschaftspolitik ist richtig. Allerdings gibt es zahlreiche Gewerkschafter (auch Funktionäre), die ein andere Haltung haben. Im letzten Jahr hat Horst Schmitthenner von der IG Metall beim Ostermarsch in Düsseldorf eindeutig gegen Rüstungsproduktion und -Export Stellung bezogen. Beim Kasseler Friedensratschlag hat ein IG Metall-Vorstandsmitglied ebenfalls deutliche Kritik geübt. Friedensbewegte und Antimilitaristen sollten das Gespräch mit Gewerkschaftern suchen und denjenigen dort den Rücken stärken, die sich gegen Rüstung und Krieg wenden.

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