Vom Videospiel zum Schießsimulator

erschienen am 9. April 2012 bei Telepolis (www.telepolis.de)

- Videospiel-Produzenten werden zunehmend in der Rüstungsbranche tätig -

„Crytek“ ist eines der erfolgreichsten Software-Unternehmen in Deutschland. 1999 von den drei türkischstämmigen Brüdern Faruk, Avni und Cevat Yerli in Coburg gegründet, beschäftigt das Unternehmen mit heutigem Sitz in Frankfurt am Main mittlerweile 600 Mitarbeiter rund um den Globus. Mit First-Person-Shootern wie „Far Cry“ und „Crysis“ erlangte Crytek weltweite Bekanntheit.

Vom Anfang 2011 erschienenen „Crysis 2″ wurden über 3 Millionen Exemplare verkauft. Vor allem die von der Softwarefirma entwickelte Spiel-Engine – die visuelle, akustische sowie physikalische Darstellung im virtuellen Raum – wird sowohl bei Spielern als auch in der Fachwelt viel gelobt. Im vergangenen Dezember wurde Crytek der Deutsche Entwicklerpreis 2011 in der Kategorie „Gamestechnologie“ verliehen. Der Preis wird vom NRW-Medienministerium und der Filmstiftung-Nordrhein Westfalen vergeben. Das ausgezeichnete CryEngine genannte Videospiel-Grundgerüst reicht nah an die Realität heran. Die Software ist so gut, dass sich nicht nur andere Videospiel-Hersteller dafür interessieren – auch das Militär gehört heute zum festen Crytek-Kundenstamm.

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