Archiv für August 2012

Worms, Tübingen, Regensburg, Ingolstadt

Ich bin mal wieder unterwegs: am Mittwoch geht es im Gewerkschaftshaus in Worms um „Bundeswehr an Schulen“; am Donnerstag gibt es in Tübingen etwas über militärische Trainingssimulatoren und Videospiele, die einen Iran-Krieg thematisieren, zu hören; am Freitag erzähle ich in Regensburg etwas zu „Bundeswehr an Schulen“ aber auch zur allgemeinen Nachwuchswerbung und Öffentlichkeitsarbeit der Armee und am Antikriegstag bin ich in Ingolstadt um über die „Eroberung der Schulen“ durch die Bundeswehr zu reden und darüber zu diskutieren.

29. August 2012 / 18 Uhr / Vortrag und Diskussion „Die Eroberung der Schulen – Wie die Bundeswehr um Schülerinnen und Schüler wirbt“ / Gewerkschaftshaus Worms (Siegfriedstraße 22) / Website der Veranstalter

30. August 2012 / 20 Uhr / Vortrag und Diskussion „Simulation und Krieg – Beispiel Iran“ / Schlatterhaus Tübingen (Österbergstraße 2) / Website der Veranstalter

31. August 2012 / 19 Uhr / Vortrag und Diskussion „An der Heimatfront – Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung der Bundeswehr“ / Brandlbräu Regensburg (Ostengasse 16) / Website der Veranstalter

1. September 2012 / 19 Uhr Vortrag und Diskussion „Die Eroberung der Schulen – Wie die Bundeswehr um Schülerinnen und Schüler wirbt“ / Gewerkschaftshaus Ingolstadt (Paradeplatz 9) / Website der Veranstalter

Slutwalk gegen Sexismus

Im westfälischen Münster fand heute ein „Slutwalk“ mit etwa einhundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Die Demonstration wandte sich gegen Vergewaltigungsmythen sowie sexualisierte Gewalt und für sexuelle Selbstbestimmung.

21 Fotos von der Demonstration gibt es hier auf meinem flickr-Account.

Die gamescom 2012 im Sucher

Medal of Honor Warfighter, Call of Duty – Black Ops II, ARMA III, Warface – nur einige Spiele-Neuheiten, die auf der nach eigenen Angaben größten Videospiel-Messe der Welt, der gamescom in Köln, präsentiert wurden.

Daneben zeigten sich Gamer auf der Messe in Wehrmachts- und Bundeswehr-Uniformen. In Halle 10 suchte die deutsche Armee mit eigenem Messestand und Spähpanzer neuen Nachwuchs unter den Militär-affinen Gamern. Ich war drei Tage mit der Kamera auf der Messe unterwegs. Meine Eindrücke gibt es hier zu sehen.

Erste Rezension

Ende Mai ist mein Buch „Soldaten im Klassenzimmer – Die Bundeswehr an Schulen“ erschienen. Nun gibt es eine erste Rezension.

Dr. Hubert Kolling schreibt in seiner ausführlichen Buchbesprechung auf socialnet.de:

„Insgesamt betrachtet bietet ‚Soldaten im Klassenzimmer‘ eine umfassende und gut recherchierte Darstellung über die Aktivitäten der Bundeswehr an Schulen. Das Buch sollte von daher zunächst einmal zur Pflichtlektüre für alle MitarbeiterInnen in öffentlichen Bildungseinrichtungen gehören. Darüber hinaus gehört es aber auch – neben den Betroffenen und am Thema Interessierten – in die Hände derjenigen, die im Bereich der Politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig sind.“

Das Fazit des Rezensenten:

„Das Buch ‚Soldaten im Klassenzimmer‘ bietet eine hervorragende Möglichkeit, sich umfassend über die Werbeaktionen der Bundeswehr an Schulen zu informieren.“

Cool! Hoffentlich kommen bald noch mehr Buchbesprechungen!

Wave and Smile: Comics ziehen in den Krieg

erschienen als „IMI-Studie 2012/13″ auf der Website der Informationsstelle Militarisierung (www.imi-online.de)

Das gezeichnete Schlachtfeld: Die Story – Der Hintergrund – Die Produktion

„Comics ziehen in den Krieg“, war der Titel eines Themenabends des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders ARTE im Januar 2012.[1] Nach dem irankritischen Animationsfilm „Persepolis“ (2007) und dem Animationsfilm „Waltz with Bashir“ (2008), der die traumatischen Erlebnisse eines israelischen Soldaten während des Libanonkriegs Anfang der 1980er Jahre thematisiert, wurde der italienische Dokumentarfilm „Comics ziehen in den Krieg“ (2008) gezeigt. Regisseur Mark Daniels stellt darin mehrere Künstler vor, die sich der dokumentarischen Darstellung realer Kriege in ihren Arbeiten widmen.[2] Die Comics bilden ein relatives neues, „Graphic Novel“ genanntes Genre der Medien mit journalistisch-dokumentarischem Anspruch. In Deutschland ist mit dem im Juli erschienenen „Wave and Smile“ nun ein erstes Comic-Buch, das den Versuch unternimmt Krieg – und zwar den der Bundeswehr in Afghanistan – in gezeichneter Form zu thematisieren, erschienen: „Mit Arne Jysch wendet sich der erste deutsche Zeichner dem Thema Afghanistan zu. Gekonnt erzählt und inszeniert er eine spannende Geschichte in den Wirren des Bundeswehreinsatzes, die von Freundschaft und Verantwortung handelt. Gleichzeitig vermittelt Arne Jysch dem Leser eine wirklichkeitsgetreue Darstellung des Alltags in diesem fremden Land und was es für einen deutschen Soldaten heißt, dort Dienst zu tun. Das alles schafft er, ohne ideologisch oder belehrend zu sein. Es ist einfach nur – spannend“, wirbt der Carlsen-Comic-Verlag für sein Buch.[3] Doch wird der Bundeswehr-Comic, dessen Produktion die deutsche Armee unterstützte, diesem Anspruch gerecht? Wie viel Fiktion steckt in der gezeichneten Geschichte und welchen Hintergrund hat sie?

Nachdem die Geschichte von „Wave and Smile“ vorgestellt wurde, wird eine inhaltliche Analyse vorgenommen: Welche Ausgangslage thematisiert der Comic? Welche Akteure werden wie dargestellt? Welche – auch politischen – Aussagen werden dem Leser und Betrachter vermittelt? Danach kommt ein kurzes Kapitel über die Produktion des Comics, an dem das deutsche Militär beteiligt war, gefolgt von einem abschließenden Fazit.

weiterlesen (PDF)

Antifaschistischer-Protest in Kassel

Im nordhessischen Kassel haben heute mehrere hundert Menschen gegen den Halt eines NPD-Werbelastwagens in der Stadt protestiert.

Meine Fotos vom antifaschistischen Protest gibt es hier.