»Wir wollen zum Eingreifen für den Frieden ermuntern«

erschienen in der Tageszeitung jungeWelt (www.jungewelt.de) am 27. September 2013

Die Kampagne »Lernen für den Frieden« will den Einfluß der Bundeswehr auf Schulen zurückdrängen. Ein Gespräch mit Peter Förster

Peter Förster ist in der Kampagne »­Lernen für den Frieden« aktiv

Sie sind Mitbegründer der im Juni gestarteten Kampagne »Lernen für den Frieden«. Welches Ziel verfolgen Sie damit?

Schulen und Hochschulen müssen ihren Beitrag für eine menschenwürdige und friedliche Entwicklung der Welt leisten. Dafür sollen die Bildungseinrichtungen strikt zivil ausgerichtet werden; der Einfluß von Rüstungsindustrie und Militär muß abgeschafft werden. Wir treten damit für eine gesellschaftliche Entwicklung ein, die von Aufklärung, Solidarität und der Autorität von Argumenten geprägt ist. Jeder kann auf unserer Website Unterschriftenlisten ausdrucken und sich beteiligen.

Bisher sind nur 2200 Unterschriften zusammen gekommen. Warum nur so wenig?

Immerhin ist schon in einigen Städten gesammelt worden. Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, daß viele Menschen die Versuche der Militarisierung von Bildung und Wissenschaft ablehnen, aber unsicher sind, ob sich daran etwas ändern läßt. Wir haben uns bewußt dafür entschieden, daß man nur auf ausgedruckten Listen und nicht online unterschreiben kann, weil wir auf Gespräche mit den Mitmenschen setzen. Wir wollen sie zum Eingreifen für Frieden und sozialen Fortschritt ermutigen. Wir brauchen einen Mentalitätswechsel, jeder kann damit bei sich selbst beginnen.

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