Archiv für Mai 2014

Neue Rezensionen zum „Virtuellen Schlachtfeld“

Es gibt zwei neue, sehr erfreuliche Rezensionen meines Buchs „Das virtuelle Schlachtfeld“. Mira Sigel urteilt über das Videospiel-Buch auf der Website „Die Freiheitsliebe“:

„‚Das virtuelle Schlachtfeld – Video, Militär und Rüstungsindustrie‘ von Michael Schulze von Glaßer gibt einen ausgezeichneten Überblick über den aktuellen Stand der Forschung, über Spiele, Akteure und Kooperationen.“

Auf der Website „Generation Medien“ schreibt wiederum Sabine Schiffer, dass „man unbedingt das Buch als Ganzes lesen sollte“. Damit wurde das Buch bisher sechs Mal besprochen – sehr schön :-) Vor allem, da die Besprechungen bisher überwiegend positiv ausfallen.

Games’n’Politics – Folge 37 – OculusVR, Crytek, Bohemia Interactive: Videospiel-Unternehmen auf Rüstungsmesse

Vom 20. bis 22. Mai 2014 fand in Köln die Rüstungsmesse ITEC statt. Thema der Messe waren Trainingssimulatoren für das Militär. Auch einige Unternehmen aus der Videospielbranche waren vertreten: etwa der Virtual-Reality-Brillen-Hersteller „Oculus VR“ und das tschechische Unternehmen „Bohemia Interactive“.

Doch wie sieht die Zusammenarbeit zwischen den Videospiel-Herstellern, der Rüstungsindustrie und dem Militär genau aus? Mein neuestes „Games and Politics“-Video gibt einen Einblick!

Hier geht’s zum Video!

Demonstration gegen Homophobie in Kassel

Gegen eine Tagung fundamentaler Christen, die „Homosexualität heilen“ wollen, gingen Ende Mai rund 250 Menschen in Kassel auf die Straße.

Meine Fotos vom Protest gibt es hier.

Machtloser Minister?

erschienen in der Wochenzeitung „der Freitag“ (www.freitag.de) vom 23. Mai 2014

Rüstungsexporte – Die deutsche Waffenlobby kann sich über Unterstützung aus dem Wirtschaftsministerium freuen. Überraschung!

Trotz aller anderslautenden Bekundungen erteilt SPD-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel jede Menge Genehmigungen für Rüstungsausfuhren in autokratisch regierte Länder. In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden mehr Waffen in Länder exportiert, die weder EU noch NATO angehören, als im Vorjahreszeitraum. Auch Saudi-Arabien wurde mit Waffen „Made in Germany“ beliefert, obwohl das Land wegen mangelnder Achtung der Menschenrechte massiv kritisiert wird. Dabei präsentierte sich SPD-Chef Gabriel zuletzt gern als Kritiker der bisherigen Rüstungsexportpraxis. Alles nur gelogen?

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medium-Ausgabe Mai/Juni 2014

Nach etwas chaotischer Produktion ist sie nun endlich fertig: die neue Ausgabe der medium, der Zeitschrift der Studierendenschaft der Universität Kassel! Schwerpunkt der Ausgabe ist die vergangene Hochschuwahl und der dabei neu gewählte „Allgemeine Studierendenausschuss“.

Daneben gibt es noch Artikel über die Bildungspolitik der hessischen Landesregierung, den Prozess gegen junge Menschen, die angeblich Lebensmittel „containert“ haben und deswegen verklagt wurden und auf der letzten Seite gibt es – wie immer – eine Satire-Anzeige. Einfach mal reinschauen!

me­di­um Nr. 6 Mai/Juni 2014 – High qua­li­ty (PDF, 19MB)
me­di­um Nr. 6 Mai/Juni 2014 – Low qua­li­ty (PDF, 3MB)

Fotos von der Rüstungsmesse ITEC

Vom 20. bis 22. Mai 2014 fand in Köln die Rüstungsmesse ITEC statt. Bei der Messe drehte sich alles um militärische Trainingssimulatoren zur Soldaten-Ausbildung. Ich war dort um zur Verbindung zwischen der Rüstungsindustrie und der Videospielbranche bei dem Thema zu recherchieren.

Meine Fotos vom Messebesuch und auch vom Protest, den es gegen die Militärmesse gab, finden sich hier auf meiner flickr-Seite.

Games’n’Politics – Folge 36 – Atomkrieg (2) in Shootern: Verstrahlt in Paris

Nachdem ich mich vor einigen Wochen in einem „Games and Politics“-Video schon mit der „Darstellung von Atomkriegen in Strategie-Videospielen“ befasst habe nun ein neues Video über die Darstellung der Kriege in modernen Militär-Shootern wie „Battlefield“ und „Call of Duty“.

In vielen Spielen werden Atomwaffen schlicht ausgeblendet, in anderen am Rande erwähnt und nur zwei Spiele thematisieren die Zerstörungskraft der Waffen zumindest ansatzweise. Welche Spiele das sind, wird im Video verraten!

Hier geht’s zum Video!

Das virtuelle Schlachtfeld: Der Kalte Krieg in Videospielen

erschienen als „IMI-Studie 2014/03″ auf der Website der Informationsstelle Militarisierung (www.imi-online.de)

- Atomwaffen und Gehirnwäsche -

Laut einer Erhebung der „Gesellschaft für Konsumforschung“ spielten 2013 in Deutschland 26 Millionen Menschen regelmäßig Videospiele. 1,82 Milliarden Euro wurden in demselben Jahr in der Bundesrepublik für Computer- und Videospiel-Software ausgegeben. Virtuelle Unterhaltungssoftware ist ein zunehmend beliebtes Medium und erreicht schon heute einen Massenmarkt. Dabei werden mit dem Medium auch vom Wissenschaftsbetrieb im deutschsprachigen Raum kaum beachtete (politische) Botschaften vermittelt und Aussagen getroffen.

„Geschichte wird von den Siegern geschrieben“, sagt der fiktive britische Elite-Soldat John Price gegen Ende des populären First-Person-Shooter-Videospiels CALL OF DUTY – MODERN WARFARE 2 (Activision/Infinity Ward 2009) in einer Zwischensequenz. Diese Historiker-Weisheit ist nicht neu. Doch wie findet sie sich in Videospielen, die den Spieler in die Zeit des „Kalten Kriegs“ (1947 bis 1989) versetzen, wieder? Welches Bild zeichnen die vornehmlich in westlichen Ländern – NATO-Staaten – sitzenden und für einen westlichen Markt produzierenden Videospiel-Unternehmen von den ehemaligen Kontrahenten im Osten, den Staaten des Warschauer-Pakts?

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Zwei neue Buchrezensionen

Zu meinem neuen Buch „Das virtuelle Schlachtfeld – Videospiele, Militär und Rüstungsindustrie“ gibt es zwei weitere Rezensionen. Thomas Bendels vom GameLab der Universität Marburg schreibt:

„Michael Schulze von Glaßer leistet mit Das virtuelle Schlachtfeld – Videospiele, Militär und Rüstungsindustrie ohne Frage Pionierarbeit, die man ihm hoch anrechnen muss. Er wagt sich an ein heikles Thema und fügt unzählige Daten und Fakten zusammen. Seine beiden thematischen Schwerpunkte über die politischen Inhalte von Militärspielen und die Zusammenarbeit von Militär-, Rüstungs- und Spieleindustrie sind dabei überaus informativ, gut strukturiert und einleuchtend.“

Auch wenn er nach eigenen Angaben „froh“ ist das Buch gelesen zu haben, hat er auch einige negative Kritik, die hier in der vollständigen Rezension nachzulesen ist. Eine weitere Rezension – oder vielmehr eine Buchvorstellung – gab es kürzlich in der Tageszeitung „jungeWelt“ – siehe hier.

Games’n’Politics – Folge 35 – Call of Duty: Advanced Warfare – Private Militärfirmen im Visier?

Anfang Mai wurde der neue First-Person-Shooter „Call of Duty: Advanced Warfare“ angekündigt. Nachdem in den Vorgängerspielen bereits autonome Drohnen und Weltraumwaffen kritisch behandelt wurden, scheinen diesmal private Militärfirmen im Fokus zu stehen.

Im neuesten „Games and Politics“-Video werfe ich einen Blick auf die Darstellung von privaten Militärfirmen und Söldnern in aktuellen Videospielen.

Hier geht’s zum Video!