Offensive an der Heimatfront

erschienen auf der Website der Wochenzeitung „der Freitag“ (www.freitag.de) am 2. Juni 2014

- Die Bundeswehr soll attraktiver werden. Dass der Armee die Fachkräfte fehlen, lässt sich aber mit Flachbildfernsehern nicht ändern. Das Problem sind die Auslandseinsätze -

Ursula von der Leyen ist momentan voller Tatendrang. Die Verteidigungsministerin will den Dienst in der Bundeswehr attraktiver machen: weniger Umzüge für die Soldaten, mehr Kindertagesstätten in Kasernen, Flachbildfernseher und Kühlschränke auf den Stuben. Dabei geht es bei der Rekrutierungsoffensive um eine viel größere Frage: Was für eine Sicherheitspolitik wollen wir?
Die Bundeswehr hat ein Problem. Ihr fehlen Soldaten. Besonders der Fachkräftemangel trifft die Armee hart. So fehlen der Bundeswehr beispielsweise Sanitätsoffiziere – trotz finanzieller Zulagen in den letzten Jahren sind 500 Stellen vakant. Der Soldaten-Mangel beruht nicht nur, aber vor allem auf den abschreckenden Auslandseinsätzen der Bundeswehr. So werden Bundeswehr-Mediziner aktuell besonders für die gefährliche Mission in Afghanistan benötigt – es gibt keine Patrouille ohne Sanitäter.

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