Rechte Söldner im Auslandseinsatz

erschienen in der Tageszeitung Neues Deutschland (www.neues-deutschland.de) am 3. November 2014

- Grüne und Linke alarmiert / Bislang können private Militärfirmen in einer rechtlichen Grauzone vom Staat unbehelligt agieren -

Schon in einem Werbefilm der deutschen Söldnerfirma »Asgaard – German Security Group« geht es martialisch zu: Das Logo der Firma – ein Wikingerlangschiff, eingerahmt von den in Runenschrift geschriebenen Worten »Treue, Loyalität, Disziplin, Ehre, Tapferkeit, Pflicht« – schwebt zu den Klängen von Wagners Walkürenritt über eine Weltkarte. Das Video passt zu der politisch weit rechts gesinnten Asgaard-Führungsriege.
2010 geriet der Militärdienstleister wegen eines geplanten Verstoßes gegen das für Somalia bestehende Waffenembargo in die Schlagzeilen. Die Staatsanwaltschaft Münster fordert aktuell für die zwei Hauptverantwortlichen ein bzw. ein Jahr und zehn Monate Haft auf Bewährung. Einer der Belangten ist der frühere Geschäftsführer und Hauptfeldwebel der Reserve, Thomas Kaltegärtner, der damals in seinem Facebook-Profil Sympathien für den niederländischen Rechtspopulisten und Islamfeind Geert Wilders bekundete. Wegen des Verfahrens gab Kaltegärtner die Geschäftsführung ab und auch der Firmensitz wechselte von Telgte bei Münster ins nahe gelegene Ahlen.

weiterlesen