Archiv für November 2015

Kampf um die Köpfe

erschienen in der Tageszeitung Neues Deutschland (www.neues-deutschland.de) am 23. November 2015

- Eine Denkfabrik der NATO entwickelt mit deutschen Journalisten und Wissenschaftlern neue Propagandatechniken -

Friedensaktivisten machen gegen eine Kaserne am Niederrhein mobil. Dort werden die Luftstreitkräfte der NATO koordiniert und Strategien entwickelt, die Bevölkerung von Kriegseinsätzen zu überzeugen.

Kalkar am Niederrhein: 13 685 Menschen leben in dem beschaulichen Ort mit dem mittelalterlichen Stadtkern unweit der niederländischen Grenzen. Auf der Website der Stadt wird über die aktuelle Flüchtlingssituation und eine Adventsausstellung informiert, am kommenden Wochenende gibt es einen Nikolausmarkt – nichts Ungewöhnliches dieser Tage. Kalkar ist eine unauffällige deutsche Kleinstadt. Nur ein eingezäuntes Areal, das sich abgeschottet hinter Bäumen im Südwesten der Stadt anschließt, passt nicht so recht ins Idyll. Es ist das Hauptquartier des »Zentrums Luftoperationen« der Bundeswehr. Von hier aus werden die deutschen Luftstreitkräfte dirigiert, bei Übungen im Inland, aber auch bei Einsätzen im Ausland. Für die NATO übernimmt das Bundeswehr-Zentrum diese Aufgabe sogar vom Atlantik bis nach Russland. Und auch den Weltraum haben die Militärs von Kalkar aus im Blick und können den Befehlshabern nach eigenen Angaben »in Echtzeit« Lagebilder liefern.

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Kulturkampf: Sex verboten, Gewalt erlaubt

erschienen am 22. November 2015 bei Telepolis (www.telepolis.de)

- „Amerikanische Prüderie“, europäische Ansichten und gewalthaltige Spiel-Videos auf YouTube -

Erzkonservative Moralvorstellungen verhindern die Darstellung von Liebe und Sex in US-Medienproduktionen und auf US-Medienplattformen – die Zurschaustellung extremer Gewalt und das Posten von Hassbotschaften sind hingegen erlaubt. Durch die zunehmende Dominanz von US-Medien wird auch Europäern diese Moral aufgezwungen. Schon heute tobt deshalb ein Kulturkampf in sozialen Netzwerken.
„Amerikanische Prüderie“, so bezeichnet der Fantasy-Autor George R. R. Martin die extrem konservativen Moralvorstellungen, mit denen er aufgrund seines Epos „Das Lied von Eis und Feuer“, auf dem die Erfolgs-Fernsehserie „Game of Thrones“ basiert, oft konfrontiert sei.

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Traditionell in Tübingen

Wie schon im vergangenen Jahr und dem Jahr zuvor bin ich auch 2015 Referent auf dem Kongress der „Informationsstelle Militarisierung“ in Tübingen – diesmal sogar gleich mit zwei Vorträgen:

13. November 2015 / 20 Uhr / „Virtuelle Landschaften“ Spielung, Vortrag & Diskussion / Wohnprojekt Schellingstraße 6, Tübingen

15. November 2015 / 11.15 Uhr / „Imageproblem Panzer – Kassel und der Protest gegen schweres Militärgerät“ Vortrag & Diskussion / Schlatterhaus (Österbergstraße 2), Tübingen

Den Flyer zum Kongress mit weiteren Informationen gibt es hier: Außenteil; Innenteil.