Archiv für Oktober 2016

Existenzielle Probleme

erschienen auf der Website der Wochenzeitung „der Freitag“ (www.freitag.de) am 12. Oktober 2016

Technisch lassen sich Nuklearsprengköpfe recht leicht vernichten – es braucht nur den politischen Willen

Die Erde hat gebebt auf der koreanischen Halbinsel. Am 9. September testete Nordkorea seine fünfte Atombombe und die Welt horchte auf. Laut nordkoreanischen Staatsmedien war der Test „erfolgreich“. Südkorea berief seinen Nationalen Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung ein – die Spannung steigt. Und auch im fernen Europa wurde die bei vielen Menschen in Vergessenheit geratene Gefahr für den Weltfrieden von Atomwaffen kurz ins Gedächtnis gerufen.
Ungefähr 15.400 Atomsprengköpfe sollen die neun offiziellen und inoffiziellen Atommächte besitzen. Die meisten gehören Russland (7.290) oder den USA (7.000), die restlichen befinden sich in den Händen von Frankreich (300), China (260), Vereinigtes Königreich (220), Pakistan (120), Indien (110), Israel (80) und Nordkorea (10). Viele der Waffen sind auf Raketen montiert und können auch heute noch innerhalb weniger Minuten startklar gemacht werden. Und es wird weiter aufgerüstet. Gerade hat US-Verteidigungsminister Ashton Carter angekündigt, in den kommenden fünf Jahren 108 Milliarden Dollar für das US-Nuklearwaffenarsenal auszugeben.

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Kleine Geschichte der Kriegsgegnerschaft

Eine kleine Geschichte der „Friedensbewegung und des Antimilitarismus in Deutschland von 1800 bis heute“ haben der Zeichner Findus und ich gerade im Unrast Verlag veröffentlicht. Behandelt werden darin sowohl historisch relevante Ereignisse (Widerstand gegen die Weltkriege, Antikolonialismus, Proteste gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands u.a.) als auch aktuelle Themen der Bewegung (Drohnen, Waffenexporte, Armee-Nachwuchswerbung u.a.).

Auch Kontroversen und unterschiedliche Standpunkte innerhalb der Friedensbewegung selbst werden in dem 80 Seiten umfassenden Sachcomic nicht verschwiegen. Das Cover des Comics gibt’s hier und einen genaueren Einblick ins Buch hier (PDF). Wir danken der Bertha-von-Suttner-Stiftung für die Unterstützung und wünschen viel Spaß beim Lesen und Gucken!