Archiv der Kategorie 'Buch'

Buchvorstellung auf WDR 5

Der Radiosender WDR 5 hat kürzlich mein Buch „Das virtuelle Schlachtfeld“ vorgestellt – sehr schön! Gelobt wurde (so lese ich es zumindest aus der Rezension heraus) die Auswahl des Themas – also dass ich einen inhaltlichen Blick auf Videospiele geworfen und auch die Verbindungen zwischen der Spielebranche, dem Militär und der Rüstungsindustrie beleuchtet habe. Negative Kritik gab es aber auch: die Vorstellung der Spiele sei zu umfangreich und der Part über die Verbindungen zwischen den Videospiel-Herstellern, dem Militär und Rüstungsfirmen hätte mehr in die Tiefe gehen können, so der Rezensent (Kritik, die auch schon beim Interview im „Insert Moin“-Podcast auf superlevel.de aufkam und ich daher sehr ernst nehme). Allerdings wurde auch richtig erkannt: die Recherche war (und ist) nicht einfach! Ich arbeite aber weiter am Thema (und hoffe, dass vielleicht einige KollegInnen auf das Thema aufspringen)! Die vollständige Rezension des WDR gibt es – zum hören und lesen – hier.

Zu Gast bei „Insert Moin“

Daniel Raumer vom Superlevel-Podcast Insert Moin hat mich zu meinem neuen Buch „Das virtuelle Schlachtfeld“ interviewt. Das Gespräch – mit vielen kritischen Nachfragen und kontroversen Meinungen – gibt es hier zum nachhören!

Erste Rezension: 5 von 5 Sternen!

Der Kulturwissenschaftler Christian Huberts hat die erste Rezension meines gerade erschienenen Buchs „Das virtuelle Schlachtfeld“ veröffentlicht – er hat fünf von fünf möglichen Sternen vergeben! In der ausführlichen Buchbesprechung sind aber auch einige kritische Anmerkungen zum Lektorat und der teilweise zu ausführlichen Beschreibung von Spielen – aber:

„Dennoch ist das Buch eine sehr empfehlenswerte Bestandsaufnahme virtueller Schlachtfelder, die in dieser Form bislang einzigartig ist!“

Die vollständige Buchbesprechung gibt es hier. Nice!

Eine weitere „Soldaten im Klassenzimmer“-Rezension

Zwar ist gerade mein neues Buch über Militär-Videospiele erschienen, doch auch mein 2012 veröffentlichtes Buch „Soldaten im Klassenzimmer“ über Bundeswehr-Werbung in Schulen findet noch Aufmerksamkeit. Ismail Küpeli hat es gerade rezensiert und meint:

„Die Publikation ist lesenswert, nicht zuletzt weil der Autor auf Alarmismus weitgehend verzichtet. Stattdessen wird beschrieben, dass die Bundeswehr nicht durchgehend erfolgreich ist und so etwa die gewünschte Zahl der RekrutInnen nach wie vor nicht erreicht wird – trotz der zahlreichen Versuche dies zu ändern. Erfrischend ist die Kritik gegenüber den antimilitaristischen und friedenspolitischen Organisationen, die ihre eigene Macht überschätzen und so etwa in einigen Fällen als Gegenpart zur Bundeswehr in den Schulen agieren möchten. Des Weiteren werden durch fünf Interviews andere Perspektiven und Ansätze angedeutet und den LeserInnen zugänglich gemacht. Die Publikation ist sehr eingängig geschrieben und auch für Nicht-ExpertInnen gut verständlich.“

Negative Kritik hat Küpeli aber auch. Die gibt es hier in der vollständigen Rezension auf kritisch-lesen.de zu lesen.

Neues Buch: Das virtuelle Schlachtfeld – Videospiele, Militär und Rüstungsindustrie

208 Seiten, 332 Fußnoten und insgesamt rund 430.000 Zeichen: mein neues Buch „Das virtuelle Schlachtfeld – Videospiele, Militär und Rüstungsindustrie“ ist gerade beim PapyRossa-Verlag erschienen! Kürzlich habe ich es schon auf der „Leipziger Buchmesse“ vorgestellt, jetzt befindet es sich auch endlich in der Auslieferung.

Passend zum Titel geht es in dem Buch um Militär-Videospiele. Im ersten Teil wird in das Thema eingeführt, um auch nicht-Gamerinnen und Gamern einen Eindruck von der Videospiel-Industrie und heutigen Spiel-Mechaniken zu vermitteln. Anschließend werden die Geschichten zahlreicher aktueller Militär-Videospiele vorgestellt und analysiert – viele Spiele vermitteln heute brisante politische Inhalte etwa über den „Krieg gegen den Terror“ und verbreiten dabei (westliche) Feindbilder. Der dritte Teil des Buches befasst sich mit den Verbindungen der Videospielbranche zur Rüstungsindustrie und dem realen Militär: mittlerweile gibt es fest etablierte Kooperationen zwischen den Akteuren und einige Videospiel-Hersteller sind sogar selbst in der Rüstungsbranche tätig. Das vierte und damit letzte große Kapitel des Buches handelt von „Alternativen“-Spielen, die sich kritisch mit Militär, Krieg und Gewalt auseinandersetzten.

„Das virtuelle Schlachtfeld“-Buch ist das zusammenfassende Ergebnis meiner jahrelangen Recherchen zum Thema der Militär-Videospiele, die ich zwischendurch auch immer wieder in Artikeln, Studien und Videos veröffentlicht habe. Im Buch werden Videospiele als Kulturgut behandelt und über die audio-visuellen Darstellungsformen hinaus inhaltlich besprochen. Es soll einen Teil zur Debatte um Videospiele beitragen. Und auch wenn „Das virtuelle Schlachtfeld“ schon sehr viele Aspekte rund um Militär-Videospiele behandelt, kann es nur ein Schritt dahin sein, dass Videospiele in der Öffentlichkeit und der Wissenschaft allgemein ernster genommen und differenzierter analysiert werden. So wäre in Zukunft etwa eine ausführliche Kritik des deutschen Jugendmedienschutzes in Betracht auf virtuelle Militär-Spiele wünschenswert – da es bei diesem Punkt unterschiedliche Ansichten zwischen dem Verlag und mir gab, wurde er im Buch ausgeklammert.
Das Cover des Buches ist ein Standbild eines Bord-Kamera-Videos eines AH-64 „Apache“-Kampfhubschraubers der US-Army. Genauer zeigt das Bild den Tod von Zivilsten im Irak. Das auf dem Bild zu sehende Opfer ist der „Reuters“-Angestellte Saeed Chmagh, der den US-Hubschrauber-Angriff am 12. Juli 2007 nicht überlebte, wie hier im vollständigen „Collateral Murder“-Video von Wikileaks zu sehen ist: aus rechtlichen Gründen konnten leider keine Screenshots oder sonstige Bilder aus Videospielen im Buch verwendet werden.

Wie nah heutige Militär-Videospiele aber solch realen Kriegs-Szenen sind, habe ich schon vor einigen Monaten hier in einem Video auf meinem kleinen YouTube-Zweit-Kanal gezeigt: dort habe ich die Tonaufnahme aus dem Wikileaks-Video mit Szenen aus dem Videospiel „Call of Duty 4 – Modern Warfare“ kombiniert – die Kombination von realem Militär-Einsatz und der fiktiven Darstellung eines Einsatzes im Videospiel passt erschreckend gut zusammen. Ein Grund mehr sich mit dem Thema auseinanderzusetzen!
Für Rezensionsexemplare und sonstige Anfragen stehe ich – wie immer – gern zur Verfügung: meine Kontakt-Daten finden sich hier, ich bin aber auch sehr gut über soziale Netzwerke (siehe rechter Frame) zu erreichen.

Auf jeden Fall allen Leserinnen und Lesern viel Spaß!

Michi

Neue Rezension: Schanghaien ist obsolet

Zwar ist mein „Soldaten im Klassenzimmer“-Buch schon Anfang 2012 erschienen und das nächst Buch – diesmal über Militär-Videospiele – steht schon in den Startlöchern, doch ich freue mich sehr über eine neuerliche Rezension meines Buchs über die Werbeaktivitäten der Bundeswehr an Schulen. Hans Canjé hat sie im NeuenDeutschland veröffentlicht und kommt zu dem Schluss: „Ein Lehrbuch, nicht zur Freude der Bundeswehrführung, die Glaßer bei seinen Recherchen auch keinen roten Teppich ausgerollt hat.“
Die vollständige Rezension gibt es hier auf der Website des NeuenDeutschland.

Buchbeitrag: „Krieg der Pixel“

2011 war ich mit einem Artikel über Bundeswehr-Werbung im 18. Band der „Kas­se­ler Schrif­ten zur Frie­dens­po­li­tik“ vertreten, nun habe ich einen Beitrag über Militär-Videospiele zum gerade erschienenen 20. Band der Buch-Reihe beigetragen.

In meinem Artikel geht es um den Videospiel-Streit zwischen der westlichen Staatengemeinschaft und dem Iran aber auch um alternative, friedensfördernde Videospiele. Weitere Informationen sowie das Vorwort des Sammelbands gibt es hier auf der Website der AG Friedensforschung.

Buchbeiträge in „Sowing Seeds“

Im vergangenen Jahr habe ich etwas bei der Organisation der internationalen Konferenz „Countering the Militarisation of Youth“ der „War Resisters‘ International“ geholfen und auch einen Kurzvortrag und einen Workshop übernommen. Mit „Sowing Seeds – The Militarisation of Youth and How to Counter It“ ist aus der Konferenz in Darmstadt nun ein Sammelband entstanden.

Neben Interviews, die ich auf der Tagung mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den verschiedenen Ländern geführt habe und die in dem Buch auszugsweise zu lesen sind, habe ich auch noch zwei Artikel zum Buch beigetragen. Im ersten Artikel geht es um die Nachwuchswerbung und PR-Arbeit der Bundeswehr im öffentlichen Raum – hier Seite 35. Mein zweiter Buchbeitrag beschäftigt sich mit militärischen Videospielen – Seite 49. In einigen Monaten soll es auch eine deutsche Version des Buchs geben. Die englische Version kann hier bestellt werden, ist aber auch vollständig und kostenlos als PDF verfügbar:

„Sowing Seeds – The Militarisation of Youth and How to Counter It“ (PDF, 3,8 MB)

Buchkapitel über „Bundeswehr Adventure Games“

Da frage ich für meinen – leider recht spät – in der taz erschienenen Artikel über Werbung der Bundeswehr auf den Websites des Jugendmagazins BRAVO bei der Kinderrechtsorganisation „terre des hommes“ um ein Statement und schon initiieren sie eine Online-Protest-Aktion, die aktuell zu einem riesen Medienrummel führt – wahnsinn! Dabei besteht die Kooperation zwischen Bundeswehr und BRAVO bereits seit 2005 – so umfangreich wie in diesem Jahr war sie bisher aber noch nie. In meinem 2010 erschienenen Buch „An der Heimatfront – Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung der Bundeswehr“ habe ich mich bereits intensiv mit den Armee-Ferienlagern, die damals noch „Bundeswehr Adventure Games“ und nicht „Adventure Camps“ hießen, auseinandergesetzt. Das entsprechende Kapitel stelle ich aus aktuellem Anlass hier kostenlos zur Verfügung:

Schulze von Glaßer, Michael: An der Heimatfront – Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung der Bundeswehr, Köln 2010, Seite 64 – 68.

Erste Rezension

Ende Mai ist mein Buch „Soldaten im Klassenzimmer – Die Bundeswehr an Schulen“ erschienen. Nun gibt es eine erste Rezension.

Dr. Hubert Kolling schreibt in seiner ausführlichen Buchbesprechung auf socialnet.de:

„Insgesamt betrachtet bietet ‚Soldaten im Klassenzimmer‘ eine umfassende und gut recherchierte Darstellung über die Aktivitäten der Bundeswehr an Schulen. Das Buch sollte von daher zunächst einmal zur Pflichtlektüre für alle MitarbeiterInnen in öffentlichen Bildungseinrichtungen gehören. Darüber hinaus gehört es aber auch – neben den Betroffenen und am Thema Interessierten – in die Hände derjenigen, die im Bereich der Politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig sind.“

Das Fazit des Rezensenten:

„Das Buch ‚Soldaten im Klassenzimmer‘ bietet eine hervorragende Möglichkeit, sich umfassend über die Werbeaktionen der Bundeswehr an Schulen zu informieren.“

Cool! Hoffentlich kommen bald noch mehr Buchbesprechungen!