Archiv der Kategorie 'Buch'

Buchbeitrag – Karriere mit Zukunft?

Die Linksjugend [’solid] Hamburg hat unter dem Titel „Mit Kapitalismus ist kein Frieden zu machen!“ einen Sammelband über Krieg und Militarismus herausgegeben. Ich habe zum Buch, welches ganz frisch im PapyRossa-Verlag erschienen ist, einen Beitrag über den Werbefeldzug der Bundeswehr beigetragen.

Genauer geht es in meinem Artikel um öffentliche Werbeauftritte der Bundeswehr, eigene Armee-Werbemedien und Werbung sowie Militianment in zivilen Medien.
Das Inhaltsverzeichnis des Buchs ist hier einsehbar.

Die Bundeswehr wollte nicht mit mir reden

In diesen Tagen erscheint mein neues Buch „Soldaten im Klassenzimmer – Die Bundeswehr an Schulen“. Darin wird die Nachwuchswerbung und Image-Arbeit der deutschen Armee an Bildungseinrichtungen beschrieben und es kommen verschiedene Akteure – Schüler, Lehrer, Eltern, Friedensbewegte und ein Professor für politische Bildung – zu Wort. Der wichtigste Akteur bei dem Thema ist jedoch nicht mit einem Interview im Buch vertreten: Die Bundeswehr wollte nicht mit mir reden.
Wie bei den anderen fünf Interviewpartnerinnen und -partnern bat ich auch einen Jugendoffizier, eine Wehrdienstberaterin und den Leiter des Wehrbereichskommandos II, Generalmajor Gerhard Stelz, per E-Mail um ein Interview für das neue Buch. Und wie auch bei den anderen Interviews versicherte ich, dass die Soldaten das komplett abgetippte Interview am Ende nochmals zur Autorisierung vorgelegt bekommen und es gegebenenfalls ändern können – das ist im Journalismus üblich. Sechs Tage nach meinen Anfragen erreichte mich eine kurze Mail des Presse- und Informationszentrums der Bundeswehr aus Bonn: „Die Bundeswehr wird Sie bei der Realisierung Ihres Buchprojektes nicht unterstützen!“ Einen Grund für die Absagen ist mir die Bundeswehr bis heute schuldig. Nachfragen wurden nicht beantwortet.

Frisch aus der Druckerei aber ohne Bundeswehr-Interviews

Es ist nicht das erste Mal, dass die Bundeswehr sich mir gegenüber weigert, Auskunft zu geben: Schon bei meiner Abschlussarbeit über „Jugendoffiziere der Bundeswehr als Akteure der politischen Bildung an Schulen“ an der Universität Kassel wurde mir ein Interviewtermin mit einem Jugendoffizier kurzfristig wieder abgesagt – die vorgesetzte Dienststelle des Jugendoffiziers stimmte dem Interview nicht zu und gab an, mich und meine kritischen Ansichten zum Militär, aus denen ich auch keinen Hehl mache, zu kennen. Zudem begründete die Dienststelle ihre verweigernde Haltung damit, dass ich schon öfters Kontakt mit Jugendoffizieren gehabt hätte und sie daher keine Erfordernis mehr nach einem Interview sehen würden. Das stimmt nur halb: Für meine Arbeit und die Recherchen zum neuen Buch hatte ich tatsächlich einige Male Kontakt mit Jugendoffizieren, habe an einer POL&IS-Simulation teilgenommen und Podiumsdiskussionen besucht. Allerdings hatte ich bislang nie die Möglichkeit, in kleinem Kreis in Ruhe mit einem Jugendoffizier zu sprechen und sachlich Argumente mit ihm auszutauschen bzw. ein Interview zu führen.
Ich bekomme mittlerweile doch den Eindruck, dass die Bundeswehr eine gewisse Angst vor mir zu haben scheint. Ich will mit Soldaten sachlich, fachlich über das wichtige Thema „Bundeswehr an Schulen“ sprechen, die Armee-Führung verwehrt dies. Fürchtet die Bundeswehr den argumentativen Untergang ihrer Soldaten bei einem Interview mit mir? Gerade für eine staatliche Institution ist eine solche Verweigerungshaltung gegenüber vermutlich kritischen Fragen in einem Interview unerhört. Andererseits sagt die Bundeswehr mit ihren Abweisungen möglicherweise mehr, als es in Interviews je der Fall gewesen wäre…

Michi

Titelfoto: Studentische Hochschulpolitik für die Universität Kassel

Beim kassel university press-Verlag ist kürzlich das Buch „Studentische Hochschulpolitik für die Universität Kassel – 40 Jahre zwischen Bildungsprotest und Verteidigung der politischen Selbstverwaltung“ erschienen.

Zur Gestaltung des kleinen Sammelbands – eine nicht-ausdruckbare PDF-Version ist hier verfügbar – haben sich die HerausgeberInnen für ein von mir gemachtes Foto entschieden – schöne Sache!

Buchbeitrag: „Vom Klassenzimmer in den Krieg“

Ende Dezember letzten Jahres ist der 18. Band der „Kasseler Schriften zur Friedenspolitik“ erschienen. Die Texte in dem Buch beschäftigen sich mit „Kriegen um Wasser, Energie, Rohstoffe“ und gehen darüber hinaus.

Den Texten liegen Vorträge und Referate des 17. Friedenspolitischen Ratschlags (Dezember 2010) und der „Friedensvorlesung“ 2011 an der Uni Kassel zu Grunde und so bin auch ich mit einem Beitrag unter der Überschrift „Vom Klassenzimmer in den Krieg. Nachwuchswerbung und Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr an Schulen“ vertreten. Denn wer weltweit Kriege um Rohstoffe führen möchte braucht dazu genügend Soldaten – und die Rekruten von Morgen finden sich vor allem in den Schulen. Weitere Informationen zum Buch gibt es hier.

Nummer 8 und 9

Etwas über ein Jahr nach Erscheinen gibt es – was mich sehr freut – zwei weitere Rezensionen meines Buchs! Auf kritisch-lesen.de schreibt Heinz-Jürgen Voß über das „An der Heimatfront“-Buch:

Wer über die aktuellen massiven Probleme der Bundeswehr bzgl. der Rekrutierung von Nachwuchs und über ihre Lösungsstrategien informiert sein möchte, kommt an Schulze von Glaßers Buch nicht vorbei.

Eine weitere Rezension gibt es auf Amazon. Dort gibt Simon Engelkes meinem Buch vier von fünf Sternen und schreibt:

Und obwohl ich viele Ansichten des stark pazifistischen Michael Schulze von Glaßer nicht unterschreiben würde (Die Verantwortung für Fehler der Bundeswehr / Neuen Wehrmacht kurz nach ihrer Gründung sind nicht der heutigen militärischen Führung in die Schuhe zu schieben und dass Bundeswehrzeitschriften Eigenwerbung aller erster Güte sind, hat noch nie jemand dementiert.) ist sein Buch ein informatives und lesenswertes Werk. Daumen hoch!

Sehr schön!

Ein Offizier liest mein Buch

Kieron Kleinert, Historiker, Politikwissenschaftler und Offizier der Bundeswehr hat mein Buch „An der Heimatfront“ gelesen und rezensiert – siehe hier. Die – wenn ich richtig gezählt habe – siebte Rezension des Buchs!

Vortrag in Neumünster und zwei neue Rezensionen

Die Bundeswehr ringt weiter um Nachwuchs und der Informationsbedarf über die zweifelhaften Werbemethoden der Armee ist groß. Mein nächster Vortrag (+ Diskussion) zum Thema „Bundeswehr an Schulen“ findet in Neumünster statt (siehe unten).
Ganz aktuell ist eine neue Rezension von „An der Heimatfront“ in der ZivilCourage, der Verbandszeitung der Deutschen Friedensgesellschaft erschienen – siehe hier. Außerdem gibt es hier eine erste Rezension beim Online-Versandhaus Amazon – fünf von fünf Sternen!

9. April 2011, 14:30 Uhr – Neumünster, DGB-Haus (Carlstraße 7) – Flyer

Vier neue Rezensionen

Immer erfreulich neue Rezensionen über mein Buch zu lesen – und dann gleich noch vier Stück!
In der Zeitschrift „neue deutsche schule“ (nds) der Bildungsgewerkschaft GEW hat Karl-Heinz Peil, der bereits für das Friedensjournal eine Rezension des Heimatfront-Buchs geschrieben hat, eine weitere kurze Rezension veröffentlicht:

„Das Buch ist ein praktisches Hilfsmittel für den Widerstand vor Ort bei öffentlichen Auftritten der Bundeswehr. Der Autor empfiehlt sich als qualifizierter Referent bei Gegenveranstaltungen.“

Eine ausführliche Buch-Rezension mit vielen Zitaten hat Dr. Hubert Kolling auf der Website „socialnet.de“ publiziert. Sein Fazit:

„Bei dem Buch von Michael Schulze von Glaßer handelt es sich um eine umfassende und gut recherchierte aktuelle Darstellung über die Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung der Bundeswehr, die kaum Fragen offen lässt. Angesichts der aktuellen Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht und dem damit auf der Bundeswehr lastenden Rekrutierungsdruck, ist die Lektüre aktueller den je.“

Auf der Website des „Lebenshaus Schwäbische Alb – Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.“ hat der Publizist Peter Bürger eine Buchempfehlung veröffentlicht. Bürger hat selbst bereits mehrere Forschungsarbeiten zum Bereich „Krieg und Massenkultur“ veröffentlicht. 2006 wurde seine Studie „Kino der Angst“ mit dem Bertha-von-Suttner-Preis der Deutschen Friedensgesellschaft ausgezeichnet. Das vierte Kapitel – „Die Bundeswehr in zivilen Medien“ – meines Buchs schließt an Bürgers sehr gewinnbringende Forschungsarbeit an. Zum Heimatfront-Buch schreibt er:

„Wer in der politischen Friedensarbeit nicht an der Oberfläche verbleiben will, sondern zu den inneren Zentren der Kriegsmaschinerie vordringen möchte, für den ist das Buch ‚An der Heimatfront‘ Pflichtlektüre.“

Eine weitere Rezension ist in der Tageszeitung jungeWelt erschienen. Autor Gerd Bedszent:

„Sehr nützliches Material für Bundeswehrkritiker und Kriegsgegner enthält der Band ‚An der Heimatfront. Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung der Bundeswehr‘. Michael Schulze von Glaßer untersucht darin detailliert die verschiedenen Rekrutierungsstrategien, zitiert Werbebroschüren, Internetplattformen und Arbeitsmaterialien der Bundeswehr. Zutage tritt ein Netzwerk, das schon heute viele Bereiche der Gesellschaft umspannt.“

Mit den Rezensionen im Friedensjournal und in der Fachzeitschrift Wissenschaft & Frieden gibt es nun also schon sechs Rezensionen des Buchs (nicht zu vergessen auch das Interview auf WDR 3, das sehr zur Bekanntmachung von „An der Heimatfront“ beigetragen hat). Prima!

Nächster Vortrag – Nächste Rezension

Nach Vorträgen in Köln, Heidelberg und Kassel geht es für mich am kommenden Donnerstag nach Hamburg. Dort bin ich auf Einladung der Initiative „Werkstatt 3“ für die eigentlich vorgesehene Referentin Tanja Thomas eingesprungen und werde über „Die Banalisierung des Militärischen in Medien und politischer Kultur“ referieren (und anschließend mit den Anwesenden darüber diskutieren).
Auch vom Heimatfront-Buch gibt es Neuigkeiten – eine erfreuliche Rezension im Friedensjournal 6/2010.

Donnerstag, 9. Dezember 2010 / 19.30 Uhr / Nernstweg 32 — 34 (Hamburg Altona)

Frisch aus der Druckerei

Endlich! Mit zweimonatiger Verspätung ist mein Buch „An der Heimatfront – Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung der Bundeswehr“ nun rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse ganz frisch aus der Druckerei gekommen. Als kleine Wiedergutmachung für die Verzögerung hat das Buch 260 statt der geplanten 200 Seiten (der Preis liegt nach wie vor bei 16 Euro). Außerdem ist es nochmal auf den aktuellsten Stand gebracht worden.

An-der-Heimatfront-Buch

Am kommenden Samstag – 9. Oktober – werde ich „An der Heimatfront“ im Rahmen der langen Lesenacht der „GegenBuchMasse“ ab etwa 20.50 Uhr im Café ExZess (Leipziger Str. 91, Frankfurt am Main) vorstellen.
Ebenfalls fertig ist das Buch „Umgangssprachlich: Krieg – Testfall Afghanistan und deutsche Politik“ von Mario Tal (Hg.), für das ich einen Beitrag über die Bundeswehr-Öffentlichkeitsarbeit in Zeiten des Afghanistan-Krieges verfasst habe.

Inhaltsverzeichnis von „An der Heimatfront“ (PDF)
Vorwort von „An der Heimatfront“ (PDF)

Inhaltsverzeichnis von „Umgangssprachlich: Krieg“ (PDF)
Autorenverzeichnis von „Umgangssprachlich: Krieg“ (PDF)