Archiv der Kategorie 'Foto'

Games’n’Politics – Folge 19 – gamescom 2013: Politisch unterwegs auf der Videospiel-Messe

Ich war einige Tage auf der nach eigenen Angaben größten Messe für interaktive Unterhaltungssoftware, der „gamescom“ in Köln unterwegs.

Meine Fotos von der Messe sind hier auf meinem flickr-Account zu sehen. Meine Eindrücke von der Videospiel-Messe schildere ich im neuesten „Games‘n'Politics“-Video.

Hier geht’s zum Video!

Buchbeiträge in „Sowing Seeds“

Im vergangenen Jahr habe ich etwas bei der Organisation der internationalen Konferenz „Countering the Militarisation of Youth“ der „War Resisters‘ International“ geholfen und auch einen Kurzvortrag und einen Workshop übernommen. Mit „Sowing Seeds – The Militarisation of Youth and How to Counter It“ ist aus der Konferenz in Darmstadt nun ein Sammelband entstanden.

Neben Interviews, die ich auf der Tagung mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den verschiedenen Ländern geführt habe und die in dem Buch auszugsweise zu lesen sind, habe ich auch noch zwei Artikel zum Buch beigetragen. Im ersten Artikel geht es um die Nachwuchswerbung und PR-Arbeit der Bundeswehr im öffentlichen Raum – hier Seite 35. Mein zweiter Buchbeitrag beschäftigt sich mit militärischen Videospielen – Seite 49. In einigen Monaten soll es auch eine deutsche Version des Buchs geben. Die englische Version kann hier bestellt werden, ist aber auch vollständig und kostenlos als PDF verfügbar:

„Sowing Seeds – The Militarisation of Youth and How to Counter It“ (PDF, 3,8 MB)

Gewaltfreier Protest gegen Krieg und Militär

In der Nacht von Freitag auf Samstag habe ich Friedenaktivisten, die gegen das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) „Altmark“ der Bundeswehr protestiert haben, begleitet. Einen Bericht von der Aktion gibt es hier.

Einige Fotos, die ich während der Protest-Aktion auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes gemacht habe, sind hier auf meinem flickr-Account zu sehen.

Querflöte, Violine und Feldjäger

erschienen in der Tageszeitung Neues Deutschland (www.neues-deutschland.de) am 31. Juli 2013

- Gruppe »Lebenslaute« spielt gegen Gefechtsübungszentrum auf -

Eine Nachtwanderung über einen Truppenübungsplatz der Bundeswehr, die Flucht vor einem Helikopter, ein klassisches Konzert vor Feldjägern und Polizei sowie ein beschlagnahmtes Auto – ein persönlicher Bericht vom Aktionstag gegen das Gefechtsübungszentrum »Altmark« der Bundeswehr.

»Militärischer Sicherheitsbereich« ist auf dem Schild neben einer Schranke im Norden des Gefechtsübungszentrums (GÜZ) »Altmark« der Bundeswehr zu lesen. Unbefugten ist das Betreten des Geländes unter Strafe verboten. Hier wird Europas modernstes Trainingszentrum für Soldaten entstehen. Dann soll das Militär noch besser für Interventionen ausgebildet werden können. Es ist etwa 2 Uhr nachts als ich am vergangenen Samstag mit einer Gruppe Friedensaktivisten neben dem Schild am GÜZ stehe. Der Mond scheint hell durch die Bäume, es ist warm. Die Gruppe, mit der ich unterwegs bin, besteht aus elf Personen im Alter zwischen 20 und 75 Jahren. Sie wollen in dieser Nacht die ehemalige Ortschaft Salchau auf dem Gelände des GÜZ erreichen, um gegen die Einrichtung zu protestieren.

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Protest und Gegenprotest in Hamm

Für „Deutsche Interessen“ marschierten am vergangenen Samstag rund 150 Neonazis durch die westfälische Stadt Hamm. Dabei versuchten die Rechtsextremisten mehrfach von ihrer Demonstrations-Route abzuweichen und behinderten Journalistinnen und Journalisten bei ihrer Arbeit. Zeitgleich fanden – wie auf dem Foto zu sehen ist – antifaschistische Gegenproteste statt.

Fotos vom bunten und lautstarken Protest der Antifaschistinnen und Antifaschisten gibt es hier. Und Fotos vom Demonstrationszug der Neonazis hier.

Letzter Protest am Hessentag

Auch am letzten Veranstaltungstag des „Hessentag 2013″ kam es in Kassel zu einer Protest-Aktion gegen Militär-Werbung. Einige Friedensaktivistinnen und Aktivisten versammelten sich in der Karlsaue zu einer kleinen Theater-Aktion mit anschließender Feier über die erfoglreichen Protest-Tage.

Fotos von der Aktion gibt es hier auf meinem flickr-Account.

Friedens-Demonstration auf dem Hessentag

Nachdem es schon einige Aktionen gegen Bundeswehr-Werbung auf dem Hessentag 2013 in Kassel gab, fand am 22. Juni nochmals eine Demonstration statt.

Im laufe des Protestzugs kam es vor dem Bundeswehr-Werbestand auf der Karlswiese zu eine „Die In“, bei dem sich die Friedensaktivisten tot stellten. Am Ende der Demonstration folgte eine Abschlusskundgebung vor dem Rathaus. Meine Fotos vom Protest gibt es hier.

Weitere Protest-Aktionen auf dem Hessentag

Nachdem gestern ein kleiner Protest-Spaziergang gegen Werbung der Bundeswehr auf dem Hessentag stattfand, kam es vor einem der Armee-Werbestände heute zu einem so genannten „Die in“. Friedensaktivistinnen und Aktivisten legten sich wie tot vor den Werbestand.

Meine Fotos vom „Die in“ gibt es hier.
Bereits heute Mittag protestierten mehrere Gruppen linker Aktivistinnen und Aktivisten bei einer öffentlichen Vereidigung von Polizistinnen und Polizisten auf dem Hessentag in Kassel vor der Orangerie gegen Polizei-Gewalt.

Fotos von dieser Protest-Aktion finden sich ebenfalls hier auf meinem flickr-Account.

Protest-Spaziergang auf dem Hessentag

Am ersten Samstag des Hessentags 2013 im nordhessischen Kassel demonstrierten Friedensaktivisten gegen die Anwesenheit der Bundeswehr auf der Veranstaltung. Die Armee wirbt auf dem Hessentag gleich an zwei Standorten großflächig um neue Rekruten und die Zustimmung der Bevölkerung für ihre Einsätze.

Meine Fotos von der Protest-Aktion gibt es hier auf meinem flickr-Account zu sehen. Viel Spaß!

Frankfurt im Mai? Nazifrei!

erschienen in der medium (www.medium.asta-kassel.de), Zeitschrift der Studierendenschaft der Universität Kassel, Ausgabe Juni/Juli 2013

- Als Fotograf am 1. Mai in der Main-Metropole: antifaschistische Blockaden, unfähige Polizisten und keine Nazis -

Es ist kalt, bewölkt, viel zu früh und eigentlich ein Feiertag, an dem ich mich um halb sechs aus dem Bett schleppe um den Zug um 6.21Uhr nach Frankfurt zu erwischen. Meinen Rucksack habe ich schon am Abend zuvor gepackt: Kamera mit Tele-Objektiv, Kamera mit Weitwinkel-Objektiv – die Akkus und Ersatz-Akkus sind geladen. Ein kleiner Schreibblock, Kugelschreiber, ein Diktiergerät – man weiß ja nie was kommt. Und natürlich ein Stadtplan von den Straßen rund um den Frankfurter Ostbahnhof mit eingezeichneten Treffpunkten: an diesem 1. Mai 2013 geht es für mich zu den Protesten gegen eine angemeldete Kundgebung der rechtsextremen NPD.
Schon die Anreise ist nicht ganz einfach – und das nicht nur, weil ich mich in Frankfurt nicht auskenne. In der Banken-Metropole findet an diesem Tag auch ein Radrennen statt, weshalb die halbe Innenstadt gesperrt ist und ich schon auf dem Weg zur U-Bahn-Station an einer Polizei-Absperrung, die aus Angst vor Protesten rund um den Sitz der Europäischen Zentralbank aufgebaut ist, hängen bleibe: „Sie können hier nicht durch!“, sagt mir der junger Polizist an der Absperrung. „Moment. Ich will nur zur U-Bahn, ich bin Journalist“, erwidere ich und zeige meinen Presseausweis vor. „Ich kann Sie trotzdem nicht durchlassen“, so der Polizist. Ein Anderer – wohl sein Vorgesetzter – mischt sich ein und empfiehlt mir links um die EZB und die Absperrung herum zur U-Bahn zu gehen. Nun gut, noch ist ja etwas Zeit. Die Blockade-Gruppen, die den Nazi-Aufmarsch verhindern wollen starten erst um 10Uhr.
Mit der U7 geht’s für mich von der „Alten Oper“ zur Eissporthalle, vor der schon einige hundert DemonstrantInnen mit Fahnen und Transparenten warten. Ein Lautsprecherwagen fährt vor und verkündet die neuesten Infos: An den verschiedenen Treffpunkten in der Stadt hätten sich bereits hunderte Menschen eingefunden, die bereit seien die Nazi-Kundgebung zu verhindern. Mit einer modernen Version des Lieds „Bella ciao“ das aus der italienischen Partisanen-Bewegung im Zweiten Weltkrieg stammt, wird der Menge eingeheizt – wenigstens regnet es nicht. Pünktlich ziehen die rund 400 Leute von der Eissporthalle los, in Richtung Ostbahnhof. Ich hole die Kameras raus und mache die ersten Bilder.

weiterlesen (PDF, Seite 14)