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Frankfurt und Kassel

Und wieder ein paar Vorträge – diesmal zur Rekrutierung 17-Jähriger durch die Bundeswehr und (für mich eher ein ungewohntes Thema) zur Rüstungsindustrie:

29. Januar 2017 / ab 9 Uhr / „Kinder an Waffen – …und was man dagegen machen kann“ Kurzvortrag & Diskussion / „Saalbau Gutleut“ (Rottweiler Straße 32), Frankfurt am Main/ Flyer zur Veranstaltung (PDF)

1. Februar 2017 / 18 Uhr / „Vom Tiger zum Leopard: Waffenexporte und Rüstungsindustrie in Kassel und Deutschland“ Vortrag & Diskussion (zusammen mit Lühr Henken) / Hörsaal 5 des „Campus Center am Holländischen Platz“ (Moritzstraße 18), Kassel / Website zur Veranstaltung

Bundeswehr: Der neue Werbefeldzug

erschienen als „IMI-Studie 2017/01″ auf der Website der Informationsstelle Militarisierung (www.imi-online.de)

Analyse der „Mach, was wirklich zählt“-Kampagne und der YouTube-Doku-Serie „Die Rekruten“

Die „Mach, was wirklich zählt“-Kampagne der Bundeswehr und die YouTube-Serie „Die Rekruten“ setzen seit November 2015 sowohl quantitativ als auch qualitativ neue Maßstäbe bei der Nachwuchswerbung und Öffentlichkeitsarbeit der Armee.

Die Auswertung dieser Kampagnen zeigt, dass sie für die Öffentlichkeitsarbeit und zur Nachwuchswerbung ein fahrlässig verzerrtes Bild von der Bundeswehr zeichnen. Die Armee präsentiert sich jungen Leuten als Abenteuerspielplatz mit dem Versprechen zur Selbstverwirklichung. Allgemein wird die Bundeswehr in der Öffentlichkeit im Dienst für „das Gute“ in der Welt gezeigt. Gefahren und Probleme des Soldatenberufs sowie die Interessen deutscher Außen- und Militärpolitik werden dabei systematisch ausgeblendet.

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Aschaffenburg und Bremen

Mit der „Mach, was wirklich zählt“-Kampagne hat die Bundeswehr in Sachen Nachwuchswerbung und Öffentlichkeitsarbeit neue Dimensionen erreicht – u.a. darum geht es bei meinen nächsten Vorträgen:

11. Januar 2017 / 19.30 Uhr / „Kinder im Visier – Die Bundeswehr rekrutiert Minderjährige und wirbt an Schulen“ Vortrag & Diskussion / „Stern“ (Platanenallee 1) Aschaffenburg / Flyer zur Veranstaltung (PDF)

12. Januar 2017 / 19 Uhr / „Der Werbefeldzug der Bundeswehr“ Vortrag & Diskussion / Hochschule Bremen (Neustadtswall 30) Raum SI 364 / Website zur Veranstaltung

Politische Pixel – virtuelles Säbelrasseln und das Thema „Flucht“ in digitalen Spielen

Unter dem Titel „GAMES AND POLITICS“ hat das „Goethe-Institut“ in Kooperation mit dem „Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe“ eine interaktive Ausstellung konzipiert. Diese ist vom 16. November 2016 bis zum 15. Januar 2017 bei den verschiedenen Partnern der „Goethe-Institute“ weltweit zu sehen – u.a. in Mexiko. Neben Christian Huberts und Nina Kiel durfte auch ich einen Beitrag zum deutsch- und englisch-sprachigen Ausstellungskatalog beisteuern.

In meinem Text geht es um reale politische Auseinandersetzungen aufgrund von Videospielen: Beispielsweise sorgten einige anti-iranische Videospiele von westlichen Herstellern für Proteste in der islamischen Republik, die daraufhin „Gegenspiele“ entwickeln ließ. Auch in China gab es schon Verbote westlicher Spiele, da sich das Land von den Inhalten der Spiele kulturell-angegriffen fühlte. Neben dieser vor allem von Kriegs-Videospielen ausgelösten Problematik, geht es in meinem Text auch noch um die Darstellung von „Flucht“ in virtuellen Spielen – als interaktives Medium könnten Videospiele einen großen Beitrag zum „Verstehen“ von Flucht leisten, tun dies heute aber leider kaum. Einige der Themen im Text habe ich auch schon in Videos auf meinem YouTube-Kanal angesprochen.

Tübingen und Berlin

Die nächsten Veranstaltungen stehen an – es wird um Militär-Videospiele gehen:

8. Dezember 2016 / 19 Uhr / „Das virtuelle Schlachtfeld – Videospiele, Militär und die Rüstungsindustrie“ Vortrag & Diskussion / Stadtbücherei Tübingen (Nonnengasse 19)

12. Dezember 2016 / 19 Uhr / „Das virtuelle Schlachtfeld – Videospiele, Militär und die Rüstungsindustrie“ Vortrag & Diskussion / Berlin, BAIZ ( Schönhauser Allee 26A) / Website zur Veranstaltung

Existenzielle Probleme

erschienen auf der Website der Wochenzeitung „der Freitag“ (www.freitag.de) am 12. Oktober 2016

Technisch lassen sich Nuklearsprengköpfe recht leicht vernichten – es braucht nur den politischen Willen

Die Erde hat gebebt auf der koreanischen Halbinsel. Am 9. September testete Nordkorea seine fünfte Atombombe und die Welt horchte auf. Laut nordkoreanischen Staatsmedien war der Test „erfolgreich“. Südkorea berief seinen Nationalen Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung ein – die Spannung steigt. Und auch im fernen Europa wurde die bei vielen Menschen in Vergessenheit geratene Gefahr für den Weltfrieden von Atomwaffen kurz ins Gedächtnis gerufen.
Ungefähr 15.400 Atomsprengköpfe sollen die neun offiziellen und inoffiziellen Atommächte besitzen. Die meisten gehören Russland (7.290) oder den USA (7.000), die restlichen befinden sich in den Händen von Frankreich (300), China (260), Vereinigtes Königreich (220), Pakistan (120), Indien (110), Israel (80) und Nordkorea (10). Viele der Waffen sind auf Raketen montiert und können auch heute noch innerhalb weniger Minuten startklar gemacht werden. Und es wird weiter aufgerüstet. Gerade hat US-Verteidigungsminister Ashton Carter angekündigt, in den kommenden fünf Jahren 108 Milliarden Dollar für das US-Nuklearwaffenarsenal auszugeben.

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Kleine Geschichte der Kriegsgegnerschaft

Eine kleine Geschichte der „Friedensbewegung und des Antimilitarismus in Deutschland von 1800 bis heute“ haben der Zeichner Findus und ich gerade im Unrast Verlag veröffentlicht. Behandelt werden darin sowohl historisch relevante Ereignisse (Widerstand gegen die Weltkriege, Antikolonialismus, Proteste gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands u.a.) als auch aktuelle Themen der Bewegung (Drohnen, Waffenexporte, Armee-Nachwuchswerbung u.a.).

Auch Kontroversen und unterschiedliche Standpunkte innerhalb der Friedensbewegung selbst werden in dem 80 Seiten umfassenden Sachcomic nicht verschwiegen. Das Cover des Comics gibt’s hier und einen genaueren Einblick ins Buch hier (PDF). Wir danken der Bertha-von-Suttner-Stiftung für die Unterstützung und wünschen viel Spaß beim Lesen und Gucken!

Köln und Stuttgart

Auch wenn mein YouTube-Kanal mangels Zeit leider aktuell ruht, beschäftige ich mich noch immer sehr mit den politischen- und gesellschafts-kulturellen-Aussagen von Videospielen – und halte dazu auch Vorträge:

19. August 2016 / 19 Uhr / „Das virtuelle Schlachtfeld – Videospiele, Militär und die Rüstungsindustrie“ Vortrag & Diskussion / Universität Köln, Hörsaal G (Universitätsstraße) / Website zur Veranstaltung

15. September 2016 / 16 Uhr / „Computerspiele – Kriegsspiele – Killerspiele?“ Vortrag & Diskussion / GEW-Landesgeschäftsstelle (Silcherstraße 7), Stuttgart / Website zur Veranstaltung

Waffenminister Gabriel

erschienen auf der Website der Wochenzeitung „der Freitag“ (www.freitag.de) am 7. Juli 2016

Die Genehmigungen für Rüstungsausfuhren haben sich 2015 nahezu verdoppelt. Sigmar Gabriel schiebt die Schuld auf die Vorgängerregierung, doch das ist verlogen

Gerne inszeniert sich Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel als Kritiker von Rüstungsexporten. Doch die Fakten sprechen dagegen. 7,86 Milliarden Euro sind die Ausfuhrgenehmigungen wert, die 2015 erteilt wurden, im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Volumen damit nahezu verdoppelt. Der SPD-Minister wehrt sich gegen Kritik. Hinter dem Anstieg steckten vor allem Lieferzusagen der schwarz-gelben Vorgängerregierung. „Die kann ich leider nicht zurücknehmen.“ Dem Export von 62 Leopard-Kampfpanzern nach Katar beispielsweise hätte er selbst nie zugestimmt, versichert er. Tatsächlich wurde dieses Geschäft bereits 2013 von Schwarz-Gelb genehmigt. Doch machtlos ist Gabriel deswegen noch lange nicht.

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Aufrüsten beim Personal

erschienen auf der Website der Wochenzeitung „der Freitag“ (www.freitag.de) am 24. Mai 2016

Erstmals seit 25 Jahren soll die Bundeswehr mehr Soldaten bekommen. Etwa für mehr Auslandseinsätze?

Klein, aber effizient: Diesen Kurs hat die Politik ein Vierteljahrhundert der Bundeswehr vorgegeben. Doch jetzt will die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nicht nur mehr Geld für das Militär, sondern auch mehr Leute. Die Bundeswehr soll wieder wachsen. Die Trendwende ist gefährlich: Auslandseinsätze werden dadurch weiter zunehmen – und das, obwohl die Bevölkerung mehrheitlich dagegen ist.
Bislang wurde bei der Bundeswehr Personal abgebaut, auch wenn die Bundesregierung nicht gerade durch Pazifismus aufgefallen ist. Es erschien schlicht zweckmäßig. Die Armee für die Massenschlacht gegen den Ostblock wurde zu einer schnell verlegbaren, schlagkräftigen Armee im Einsatz transformiert. Die schweren Kampfpanzer wurden eingemottet, dafür kleine Radpanzer angeschafft, die mit Flugzeugen transportiert werden können. Von einer halben Million Soldaten am Ende des Kalten Kriegs sind momentan noch knapp 180.000 Soldaten übrig. Die Wehrpflicht, eines der letzten Relikte der „alten Bundeswehr“, wurde im Jahr 2011 ausgesetzt. Die jungen Rekruten durften sowieso nicht ohne Weiteres im Ausland eingesetzt werden, ihre Ausbildung bündelte nur unnötig Kräfte, die für Einsätze gebraucht werden.

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